Am Sonntagmittag demonstrierte der 1. FC Lokomotive Leipzig seine Stärke im Heimspiel gegen den FC Eilenburg und setzte sich klar mit 3:0 durch. Vor 4.748 Zuschauern, darunter lediglich 17 Eilenburg-Fans, zeigte die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz, dass sie bereit ist, die Tabellenführung in der Regionalliga Nordost zu verteidigen. Seitz hatte zuvor eine Rückkehr zu den Basics gefordert, was sich als wirkungsvoll erwies.
Die Partie begann jedoch zäh, und die erste Halbzeit war von Ungenauigkeiten auf beiden Seiten geprägt. Die erste nennenswerte Möglichkeit für Lok Leipzig kam durch einen Freistoß von David Grözinger in der 17. Minute. Eilenburgs Torhüter, Jakob Pieles, verhinderte in der 29. Minute mit einer Parade einen Kopfball von Stefan Maderer das frühe Tor für die Gastgeber. Trotz weiterer Chancen gelang es Lok nicht, vor der Halbzeitpause zu treffen.
Dominanz in der zweiten Halbzeit
Die zweite Halbzeit bot dann eine klare Leistungssteigerung seitens der Leipziger. Alexander Siebeck eröffnete den Torreigen in der 49. Minute nach einer Ecke, gefolgt von einem weiteren Treffer in der 58. Minute, wiederum nach einer Standardsituation. Eilenburgs Spieler schienen überrascht von der Welle an Offensivaktionen und hatten Schwierigkeiten, defensiv zu agieren. Maderer war in der 57. Minute nahe dran, die Führung weiter auszubauen, doch Pieles parierte erneut stark.
In der 69. Minute erhöhte Maderer auf 3:0, nachdem er ein Zuspiel von Adetula verwertete. Mit dieser Leistung konnte Lok Leipzig den Druck auf den Verfolger, FC Carl Zeiss Jena, aufrechterhalten, der am Vortag gegen Chemie Leipzig gewonnen hatte. Lok steht nun fünf Punkte vor Jena und hat ein Spiel mehr absolviert.
Abstiegssorgen für Eilenburg
Die nächsten Spiele könnten entscheidend sein: Lok trifft am kommenden Samstag auf FSV 63 Luckenwalde, während Eilenburg am Freitag gegen den FC Carl Zeiss Jena spielt. Beide Teams müssen dringend punkten, um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen.
Der 1. FC Lokomotive Leipzig spielte in folgender Aufstellung: Naumann – Dombrowa, von Piechowski (82. Kusic), Wilton, Grözinger – Siebeck, Abderrahmane (76. Ziane), Öztürk – Cevis (70. Verkamp), Maderer (76. Kabashi), Adetula (70. Maier). Eilenburg setzte auf: Pieles – Aguilar (87. Schädlich), Jarosch, Zaruba, Griebsch – Schlicht, Kretzer, Pestel (59. Mauer), Niemitz (59. Kallenbach) – Baumann (70. Mattmüller), Henkel (70. Poser).
Für detaillierte Statistiken zur Regionalliga Nordost, einschließlich der Tabellenstandorte, sei auf die Seite von Kicker verwiesen. Laut LVZ hat der 1. FC Lok in dieser Saison bisher beeindruckende 16 Siege und nur vier Niederlagen erzielt und spielt eine der besten Defensiven in der Liga. Im Vergleich belegt der FC Eilenburg laut Welt derzeit einen besorgniserregenden 17. Platz.