Der 1. FC Lok Leipzig hat eine wichtige finanzielle Zusage erhalten, die für die dringend benötigte Sanierung der denkmalgeschützten Holztribüne im Bruno-Plache-Stadion von großer Bedeutung ist. Am 5. März 2026 wurde bekanntgegeben, dass der Verein 173.840 Euro vom Bund erhält. Diese Fördermittel stammen aus dem Bundesprogramm „Nationale wertvolle Kulturgüter“ und sollen dazu beitragen, die Holztribüne, die seit 1922 besteht und derzeit in einem maroden Zustand ist, zu sanieren. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden auf etwa 400.000 Euro geschätzt, wobei der Verein die restlichen Mittel durch Sponsoren, Crowdfunding und den Verkauf von Alt-Holz beschaffen möchte. Der zeitliche Druck ist hoch, da die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Sommer das Stadion absegnen muss, um sicherzustellen, dass der 1. FC Lok die benötigten 15.000 Plätze und funktionierenden VIP-Logen für den möglichen Aufstieg in die 3. Liga erfüllt.

Die Förderung wurde von Paula Piechotta (Bündnis 90/Die Grünen) und Jens Lehmann (CDU) verkündet. Letzterer, ein zweimaliger Bahnrad-Olympiasieger, äußerte sich positiv über die Auswahl der geförderten Projekte, die Historie, Denkmalschutz und Sport vereinen. Piechotta bemerkte zudem, dass historische Holztribünen in Deutschland fast nur noch bei Lok Leipzig und BSG Chemie Leipzig existieren, wobei letzterer ebenfalls eine Sanierung benötigt.

Engagement für die Vereinsinfrastruktur

Wie die MDR berichtet, ist die Holztribüne eines der sieben Denkmäler in Sachsen, die von dem aktuellen Denkmalschutz-Förderprogramm profitieren. Der Verein hat seit Anfang der 2010er Jahre bereits rund neun Millionen Euro in die Stadioninfrastruktur investiert und auch mehrere Hunderttausend Arbeitsstunden im Ehrenamt aufgebracht. Zudem wurde vor kurzem ein neues Bauprojekt in Höhe von 2,7 Millionen Euro für zwei Kunstrasenplätze im südlichen Stadtteil Leipzig-Probstheida gestartet.

Die Notwendigkeit von Instandhaltungsmaßnahmen ist laut O-Ton von Jens Lehmann unbestritten. „Die Projekte, die hier gefördert werden, sind nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell von großer Bedeutung“, so der CDU-Politiker. Mit der jetzt gesicherten Finanzierung kann der Verein angehen, die Holztribüne auf den neuesten Stand zu bringen und somit seine Wettbewerbsfähigkeit im Profifußball zu sichern.

Bundesweite Förderung kultureller Denkmäler

Die Sanierung des Bruno-Plache-Stadions reiht sich in eine breitere Initiative ein, die von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 werden im Rahmen der Kulturbauten-Offensive unter der Leitung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zusätzlich 120 Millionen Euro für kulturelle Einrichtungen und Denkmäler bereitgestellt. Dies beinhaltet die Instandsetzung von Museen und Schlössern sowie die Ertüchtigung von Sakralbauten. Das spezielle Denkmalschutz-Sonderprogramm wird im kommenden Jahr ebenfalls mit 50 Millionen Euro fortgeführt, wobei die Mittel insbesondere kleinen und mittelständischen Betrieben in der Denkmalpflege zugutekommen.

Die Förderung des 1. FC Lok Leipzig ist ein wichtiger Schritt, um das sporthistorisch bedeutsame Stadion zu bewahren und gleichzeitig den fortwährenden Aufstieg des Vereins in den deutschen Fußball zu unterstützen. Mit dieser Unterstützung ist der Verein auf einem guten Weg, die Herausforderungen der kommenden Saisons zu meistern und sich im Profifußball erfolgreich zu behaupten.