Im Raum Leipzig haben Menschen, die an Krebs erkrankt sind, die Möglichkeit, durch spezielle Yogakurse Unterstützung zu finden. Diese Kurse, die von Ayleena Jung geleitet werden, dienen nicht nur der körperlichen Bewegung, sondern auch der seelischen Balance. Laut Prinz sind die Angebote auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt und begleiten diese sowohl während der Therapie als auch in der Nachsorge.
Die Kurse bieten verschiedene Elemente, wie sanfte Körperübungen, Atemtechniken, Achtsamkeit und Entspannungsübungen. Ziel ist es, therapiebedingte Nebenwirkungen zu lindern und das Immun- sowie das Muskelpotential der Teilnehmer zu stärken. Darüber hinaus wird eine Förderung von Entspannung, innerer Ruhe und Zuversicht angestrebt, was entscheidend für das gesamte Wohlbefinden ist.
Yoga als integrativer Bestandteil
Yoga gewinnt zunehmend an Bedeutung als komplementäre Maßnahme in der Krebsbehandlung. Wie Helixor berichtet, wird Yoga insbesondere dahingehend betrachtet, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die S3-Leitlinie zur Komplementärmedizin unterstreicht diese Relevanz und verweist auf die positiven Effekte von Bewegung im Allgemeinen.
Ein Erfahrungsbericht einer Krebspatientin, veröffentlicht auf Das Krebsportal, schildert, wie Yoga helfen kann, körperliche Einschränkungen zu akzeptieren und Rückschläge während der Therapie zu verkraften. Die Schulleiterin Gaby Kammler hat ein Ausbildungsprogramm für Yoga-Lehrende entwickelt, das auf die spezifischen Bedürfnisse von Krebspatient:innen eingeht. Empathie und flexible Kursgestaltung sind dabei essenziell.
Wichtige Aspekte der Yogapraxis
Die Anpassungen in der Yogapraxis sind entscheidend, um den physischen und psychischen Veränderungen, die mit einer Krebserkrankung einhergehen, gerecht zu werden. Zum Beispiel können sich nach Operationen oder Therapien Einschränkungen ergeben, die einfache Übungen unmöglich machen. Zudem gilt es, Vorsicht bei Bewegungen zu walten, die Osteoporose begünstigen könnten.
Mentaler Halt ist ebenfalls sehr wichtig. Bei Entspannungstechniken, insbesondere in der Endentspannung („Savasana“), sollte die lehrende Person nicht allein lassen, um den Teilnehmer:innen Sicherheit zu geben und Angst abzubauen. Visualisierungen und geführte Meditationen können hierbei unterstützend wirken. Gemeinschaft und Austausch sind weitere Faktoren, die in der Praxis von Bedeutung sind, was auch von der Thüringischen Krebsgesellschaft e.V. unterstrichen wird, die ähnliche Kurse anbietet.
Insgesamt bietet Yoga im Kontext zur Krebsbehandlung eine wertvolle Unterstützung, die nicht nur körperliche Beweglichkeit fördert, sondern auch einen Raum für seelische und soziale Aspekte schafft. Bei Interesse können sich Interessierte an die Krebsberatungsstelle Leipzig unter der Telefonnummer 0341 23103590 wenden.