Siemens Mobility hat im Test Center Wegberg-Wildenrath die neuen Zugmodelle für die S-Bahn Mitteldeutschland vorgestellt. Diese Züge, die unter dem Namen MDSB2025plus bekannt sind, sollen bis zur Einführung im Dezember 2026 die Pendler und Reisenden in der Region Leipzig mit verbesserten Fahrmöglichkeiten versehen. Der Auftrag an Siemens Mobility hat ein Volumen von rund 500 Millionen Euro und stellt die größte Bestellung für die Mireo-Zugplattform dar. Laut Deutsche Bahn umfasst die neue Flotte insgesamt 75 Mireo-Züge, darunter auch den batteriebetriebenen Mireo Plus B.
Die neuen Züge sind so konzipiert, dass sie eine höhere Kapazität, besseren Reisekomfort und höhere Verlässlichkeit bieten. Für die Länderbahn sind 41 dreiteilige Mireo-Züge vorgesehen, während DB Regio AG 18 vierteilige und 16 zweiteilige Mireo Plus B erhält. Diese Züge werden 10,6 Millionen Zugkilometer pro Jahr im MDSB-Netz abdecken und auf Linien wie der S 4, S 6, S 30, S 3, S 5, S 5x und S1 eingesetzt werden.
Innovationen für nachhaltige Mobilität
Die Mireo-Züge verfügen über 100 bis 200 Sitzplätze sowie zahlreiche zusätzliche Merkmale wie großzügige Mehrzweckbereiche, Platz für Fahrräder, einen separaten 1. Klasse-Bereich sowie kostenloses WLAN. Die Züge bieten darüber hinaus barrierefreies Reisen, Steckdosen und USB-Buchsen, was den Komfort der Fahrgäste erheblich erhöht. Dank eines verbesserten Designs sind die Fahrzeuge mit mehr Türen ausgestattet, was das Ein- und Aussteigen erleichtert und somit die Fahrgastwechselzeiten verkürzt.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der neuen Züge ist ihre Energieeffizienz, die im Vergleich zu ähnlichen Zügen um bis zu 25 Prozent höher ist. Die Mireo-Zugplattform ermöglicht sowohl elektrische als auch batterieelektrische Züge. Dies steht im Einklang mit dem Engagement der Deutschen Bahn für innovative Technologien zur Förderung nachhaltiger Mobilität.
Fokus auf Forschung und Entwicklung
Die Deutsche Bahn ist aktiv in der Forschung und Entwicklung von Lösungen zur Mobilität der Zukunft eingebunden. Sie fördert universitäre Einrichtungen und junge Unternehmen, um die Innovationskraft im Schienenverkehr zu stärken. Die DB ist unter anderem Partnerin der Vereinigung der Universitätsprofessuren des Eisenbahnwesens (VUE), die seit 1977 besteht. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Innovationen aus der akademischen Welt besser zur Anwendung im Schienenverkehr in Deutschland zu bringen.
Darüber hinaus unterstützt die DB zwei Stiftungsprofessuren an der TU Darmstadt und der TU Dresden, die sich mit der Bekämpfung des Fachkräftemangels im Eisenbahnwesen befassen. Dabei wird interdisziplinär an aktuellen Forschungsfragen gearbeitet. Der RailCampus OWL in Minden fungiert als Beispiel für die Zusammenführung von Experten aus Wissenschaft und Industrie. DB Systemtechnik und DB Cargo sind ebenfalls am RailCampus beteiligt und stellen Liegenschaften zur Verfügung sowie kooperieren in verschiedenen Projekten.
Insgesamt zeigt die Präsentation der innovativen Zugflotte von Siemens, dass der Schienenverkehr in der Region Leipzig vor einer spannenden und nachhaltigen Weiterentwicklung steht. Die neuen Züge, die sowohl den Komfort für die Fahrgäste als auch die ökologischen Anforderungen in den Mittelpunkt stellen, könnten einen wichtigen Beitrag zur Mobilität von morgen leisten. Weitere Informationen zu den Mireo-Zügen finden Sie auf den Siemens-Seiten .