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Am 21. Februar 2026 fand in der Stadthalle Möckern ein wichtiger Ausbildungstag zur Hochwasser- und Deichverteidigung (HuD) statt. Der Lehrgang wurde vom Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Burg in Zusammenarbeit mit dem Kreisverbindungskommando (KVK) Jerichower Land organisiert. Ziel des Seminars war die optimale Vorbereitung von Verantwortlichen und Entscheidungsträgern auf mögliche Hochwasserereignisse. Zudem sollte die Zusammenarbeit im Ernstfall gestärkt werden.

In einem umfassenden theoretischen Teil wurden Themen behandelt, die für die effektive Bewältigung von Hochwasserlagen von Bedeutung sind. Dazu gehörten verschiedene Deicharten, Schadensbilder und Sicherungsmaßnahmen, sowie die organisatorischen Abläufe im Einsatzfall. Der praktischen Teil des Lehrgangs ist für Juni 2026 geplant, um das erlernte Wissen in realitätsnahen Szenarien zu vertiefen.

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Wichtigkeit der Ausbildung

Der THW Ortsverband Burg hat in den letzten Jahren zahlreiche Schulungen im Jerichower Land durchgeführt. Dadurch wird ein starkes Netzwerk von Helfern aufgebaut, die ein einheitliches Verständnis für Abläufe im Hochwasserschutz erhalten. Die Teilnehmenden fokussieren sich darauf, sich gegenseitig auf Hochwasserereignisse vorzubereiten und ihre Kenntnisse kontinuierlich zu erweitern. Ein besonderer Dank gilt den Teilnehmenden und dem KVK Jerichower Land für die wertvolle Zusammenarbeit.

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Eine weitere Dimension dieser Thematik wird durch die Ausbildung von Technischen Beratern im Hochwasserschutz sichtbar. Das THW bildet Helferinnen und Helfer aus, die Entscheidungsträger in Führungsstellen und vor Ort beraten können. Ihre Aufgaben umfassen nicht nur die Beurteilung von Schäden an Deichen und Hochwasserschutzanlagen, sondern auch die Unterstützung bei der Umsetzung von Gegenmaßnahmen. Diese Berater spielen eine zentrale Rolle bei der Planung und Durchführung von Notsicherungsmaßnahmen am Deich.

Aktuelle Entwicklungen im Hochwasserschutz

Zusätzliche Initiativen zur Verbesserung der Hochwassersituation in Deutschland sind anderorts in Planung. So hat die DWA im Juli 2025 eine neue Arbeitsgruppe im Fachausschuss WW-6 „Bauwerksmanagement im Wasserbau“ ins Leben gerufen. Diese Gruppe behandelt das Thema „Notsicherungsmaßnahmen an Hochwasserschutzanlagen im Hochwasser- und Katastrophenfall“. Hintergrund sind die Erfahrungen aus mehreren großen Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre, die die Notwendigkeit solcher Maßnahmen unterstreichen.

Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, unkontrollierte Brüche oder Überströmungen von alten Bestandsdeichen zu verhindern und stellt einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Sicherheit für die Bevölkerung und Infrastruktur dar. Zahlreiche Bundesländer haben bereits Arbeitshilfen zur „Verteidigung von Flussdeichen“ erstellt, um im Ernstfall besser reagieren zu können. Ein Beispiel für solche Bestrebungen ist die Hochwasserschutzfibel, die in Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Bremen und dem THW erarbeitet wurde.

Die zukünftige Zusammenarbeit aller involvierten Akteure, einschließlich Kommunen, Wasserverbände und Technischem Hilfswerk, wird entscheidend sein, um bessere Lösungen für Hochwasserereignisse zu entwickeln und die Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten. Interessierte können sich bis zum 31. Oktober 2025 bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle melden, um sich aktiv in diese bedeutenden Entwicklungen einzubringen.