Am Montagmittag kam es auf der Elli-Voigt-Straße in Leipzig-Möckern zu einem Vorfall, der zunächst als Schusswechsel gemeldet wurde. Anwohner alarmierten daraufhin die Polizei, was zu einem umfassenden Einsatz von Sicherheitskräften und dem Rettungsdienst führte. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch schnell Entwarnung geben: Statt Schüssen waren es mehrere gezündete Böller, die im Hinterhof des Hauses entdeckt wurden. Laut einem Polizeisprecher handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, weshalb nicht weiter ermittelt wird. Niemand wurde an diesem Tag verletzt, und es wurden keine Verdächtigen gefunden, wie die LVZ berichtet.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren, die von Böllern ausgehen können. Ein jüngerer Vorfall verdeutlicht dies drastisch: In der Silvesternacht wurde ein 20-jähriger Mann in Leipzig durch einen Böllerangriff schwer verletzt. Ein Unbekannter hatte einen Böller in eine Menschengruppe am Connewitzer Kreuz geworfen. Der Böller detonierte um 0.10 Uhr, was zu schweren Verletzungen des jungen Mannes führte, der daraufhin in einem Fachkrankenhaus notoperiert werden musste. Trotz ärztlicher Eingriffe konnte das Augenlicht auf einem Auge nicht gerettet werden, wie t-online meldet.
Folgen von unsachgemäßem Umgang mit Böllern
Die steigende Zahl von Böller-Vorfällen in urbanen Gebieten hat Besorgnis ausgelöst. Während derartige Vorfälle oft erst nach Alarmierung durch Anwohner zur Kenntnis genommen werden, bleiben die langfristigen Auswirkungen auf die Gesellschaft nicht unbeachtet. Im konkreten Fall des 20-Jährigen wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Fachleute warnen vor der Gefährlichkeit unsachgemäßen Umgangs mit Feuerwerkskörpern und fordern Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an Silvester und zu ähnlichen Anlässen.
Ein weiterer Vorfall, der zeigt, wie Feuerwerkskörper zu verheerenden Konsequenzen führen können, ereignete sich in Hessen, wo ein Brand in einem Mehrfamilienhaus vermutet wird, der durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurde. Am Silvestertag wurden 19 Bewohner aus dem Gebäude gerettet, während eine Person leicht verletzt wurde. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang und der Verwendung von Böllern. Maßnahmen zur Aufklärung und Sicherheit könnten helfen, künftige Tragödien zu vermeiden.