Karneval, auch als die „fünfte Jahreszeit“ bekannt, hat in Deutschland eine lange Tradition. Gerade in dieser Fusion aus Vorfreude und Feiern teilt die Gesellschaft eine besondere Art des Zusammenkommens, die nicht nur in den großen Hochburgen wie Köln oder Düsseldorf gelebt wird, sondern auch in kleineren Städten und Orten.
In Braunschweig beispielsweise verwandelte der Schoduvel die Straßen der Stadt in ein buntes Meer von Farben und Kostümen. Auch in Köthen wird der Fasching mit viel Herzblut gefeiert. In Orten wie Niegripp, Möckern und Ranies zeigen die Bewohner lebhafte Karnevalsfeiern, die selbst in diesen kleinen Gemeinden viel Freude verbreiten. Meetingpoint-JL berichtet darüber, wie der Karneval es ermöglicht, den Alltagsstress für eine Weile hinter sich zu lassen und gemeinsam zu feiern.
Die Hochburg des Karnevals
Die Höhepunkte der Karnevalszeit sind tief in der Kultur verwurzelt und beginnen traditionell am 11. November, dem Festtag des Heiligen Martin, und enden mit Aschermittwoch. Während dieser Zeit gibt es zahlreiche Feierlichkeiten und Veranstaltungen, die in verschiedenen Regionen unterschiedlich benannt werden. Im Norden wird zumeist der Begriff Karneval verwendet, während im Süden der Begriff Fasching oder Fastnacht gebräuchlich ist. Diese Feierlichkeiten kombinieren Elemente aus vorchristlicher Zeit sowie aus christlichen Traditionen und bieten eine Plattform zum Ausgelassenen Feiern.
Im gesamten Bundesgebiet läuft die Karnevalszeit auf große Kostümparaden und festliche Veranstaltungen hinaus, insbesondere in Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz. In Köln, wo der Karneval als eine der größten Feiern gilt, versammeln sich jährlich über eine Million Menschen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Stripes Europe hebt hervor, dass die Feierlichkeiten insbesondere am Rosenmontag ihren Höhepunkt erreichen, wenn die Straßen von bunten Umzügen mit über 100 Wagen und tausenden von Teilnehmern gefüllt sind.
Traditionen und Bräuche
Die Vielfalt der Kostüme ist ein weiteres markantes Merkmal des Karnevals. Von verschiedenen thematischen Verkleidungen, darunter Pipi Langstrumpf oder Flamingos, bis hin zu extravaganten Gala-Kleidern reicht das Spektrum der Kostüme. Statista informiert, dass die närrische Zeit bis Mitternacht am Fasnachtsdienstag gefeiert wird, was den letzten Tag der Karnevalszeit darstellt, bevor es in die sechswöchige Fastenzeit geht.
Die Karnevalsbräuche bieten nicht nur reichhaltige Unterhaltung, sondern fördern auch das Gemeinschaftsgefühl und die gute Laune in den Straßen. Überall werden Süßigkeiten geworfen und gefangen, und die Menschen kommen zusammen, um das kontrollierte Chaos dieser besonderen Zeit zu genießen. Rosenmontag in Köln und andere lokale Feiern erzeugen eine lebendige Atmosphäre, die viele Menschen von der Norm des Alltags ablenkt und sie in den Bann von Freude und Ausgelassenheit zieht.
Die fünfte Jahreszeit steht also symbolisch für die Freude am Leben und den kollektiven Rückzug aus dem Alltag, bevor der Rückzug in die ruhigere Fastenzeit folgt. In einigen Regionen kann sie die Seele befreien und Menschen jeden Alters zum Lächeln bringen.