Die Polizei warnt erneut vor vermehrten Phishing-Versuchen, die sich als Kommunikation der Deutschen Rentenversicherung tarnen. Aktuell erhielt eine 63-jährige Frau aus Möckern eine als offiziell erscheinende E-Mail, in der sie aufgefordert wurde, ihre persönlichen Daten zu überprüfen. Glücklicherweise klickte die Empfängerin nicht auf den Link, sondern kontaktierte die Deutsche Rentenversicherung über bekannte Kontaktdaten. So stellte sich heraus, dass es sich um eine gefälschte Nachricht handelte, die darauf abzielte, sensible Informationen abzufangen und Betrug zu begehen.
Phishing-E-Mails sind besonders perfide, da sie häufig sehr authentisch wirken. Wie die Deutsche Rentenversicherung auf ihrer Webseite hervorhebt, nutzen die Betrüger Logos und Designmerkmale der DRV, um Vertrauen zu erwecken. Empfänger sollten besonders auf Absenderadressen achten, die häufig mit „noreply@drv.de“ oder ähnlichen Varianten beginnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, ist hoch, wenn die Adresse merkwürdig oder unbekannt wirkt, so die DRV.
Vorsicht beim Umgang mit verdächtigen E-Mails
Die Deutsche Rentenversicherung legt nahe, jede E-Mail auf mögliche Betrugsversuche gründlich zu überprüfen. Verdächtige Nachrichten sollten in den Spam-Ordner verschoben und keine Handlungen oder Eingaben aus solchen E-Mails heraus vorgenommen werden. Häufige Merkmale, die auf einen Betrugsversuch hinweisen, sind zum Beispiel erkennbar falsche Schreibweisen oder ungewöhnliche Anredeformen.
Zusätzlich rät das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), dass kein seriöser Anbieter vertrauliche Informationen wie Zugangsdaten per E-Mail anfragt. Empfänger sollten daher die Links in E-Mails ignorieren und die entsprechenden Seiten über die offiziellen Startseiten der Anbieter aufrufen. Dies vermindert das Risiko, auf gefälschte Websites zu gelangen.
Schutzmaßnahmen und Prävention
Zum Schutz vor Phishing wird empfohlen, dass Nutzer regelmäßig ihre Software aktualisieren und insbesondere ihre Antivirus-Software aktiv halten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass persönliche Daten nur über vertraute und gesicherte Webseiten eingegeben werden sollten. Informationen über sichere Online-Praxen sind in einem Sicherheitskompass der Polizei und des BSI erhältlich.
Zusammenfassend ist es ratsam, skeptisch mit E-Mails umzugehen, die einen auffordern, persönliche Daten preiszugeben. Bei Unsicherheiten kann auch ein Anruf beim Anbieter Klärung bringen. Die Deutsche Rentenversicherung und das BSI stellen zudem umfangreiche Informationsmaterialien bereit, um Verbraucher vor Cyberkriminalität zu warnen und zu schützen.