RB Leipzig feierte am 7. März 2026 einen knappen 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg und bleibt somit im Rennen um die Champions-League-Qualifikation. Trotz des gewonnenen Spiels war die Stimmung nach dem Schlusspfiff eher gedämpft. Von den 41.563 Fans in der Red Bull Arena entschieden sich viele, bereits vor dem Abpfiff das Stadion zu verlassen. Die Kritik an der gezeigten Leistung war unüberhörbar.
Nach dem Spiel zeigte sich RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff unzufrieden. Zusammen mit den Geschäftsführern begab er sich in die Kabine, um die Spieler und die sportliche Führung auf die kommenden Herausforderungen einzustellen. In einer emotionalen 15-minütigen Ansprache, die auf Englisch gehalten wurde, gratulierte Mintzlaff der Mannschaft zwar zum Sieg, stellte jedoch klar, dass er nicht hier sei, um zu gratulieren, sondern um einen Weckruf auszusprechen. „Ihr müsst euch für den Ligaendspurt zerreißen“, forderte er die Spieler eindringlich auf, um die begehrten Champions-League-Plätze zu sichern. Diese Rede wird von vielen als ähnlich einprägsam wie eine Ansprache Mintzlaffs im Dezember 2021 wahrgenommen.
Emotionale Ansprache und ihre Wirkung
Der Trainer Ole Werner äußerte sich nach dem Spiel zwar zufrieden mit dem Resultat, jedoch nicht mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft. Er sprach von einem „schmutzigen Sieg“ und hob hervor, dass die Mannschaft selbst an schwächeren Tagen in der Lage sein muss, die nötigen Punkte zu sammeln. Diese Sichtweise wird von vielen als gut für den Zusammenhalt im Team angesehen. Mittelfeldspieler Nicolas Seiwald selbst äußerte den starken Wunsch, in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen.
Mintzlaff wurde am selben Tag auf der Mitgliederversammlung von 182 Mitgliedern erneut zum Aufsichtsratschef gewählt, was ihm zusätzliche Motivation zu geben schien. Die anstehenden Spiele gegen direkte Konkurrenten wie Stuttgart und Hoffenheim werden entscheidend sein, um das Ziel Champions League zu erreichen.
Die Champions-League-Qualifikation
Dank des 1:0-Siegs von Borussia Dortmund gegen Paris St. Germain hat RB Leipzig nun offiziell die Qualifikation für die Champions League für die kommende Saison gesichert. Damit stehen der Fußball-Bundesliga insgesamt fünf Startplätze in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb zur Verfügung. Die Leipziger können nun die Einnahmen aus der Champions League fest einplanen, was es ihnen erleichtert, weniger durch Spielerverkäufe finanzielle Mittel zu generieren. Dieses finanzielle Polster könnte für die Treue der Spieler zum Club von Bedeutung sein, da die besten Talente nur dann gehalten werden können, wenn RB im höchsten Wettbewerb vertreten ist.
In der Bundesliga sind neben RB Leipzig auch andere Teams wie der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund in der komfortablen Lage, auf die Champions League zu blicken. Meister Bayer Leverkusen und Bayern München sind ebenfalls für den Wettbewerb qualifiziert.