Im Rahmen des Wettbewerbs Simul+, der speziell für kreative Entwicklungen in Sachsen ins Leben gerufen wurde, hat das Kunstprojekt „Rad der Zeit“ im Stadtteil Crostau beeindruckende Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es erhielt herausragendes Preisgeld zur Förderung durch Simul+, das seit 2018 Gemeinden und Vereinen hilft, Eigenmittel für ihre Projekte aufzubessern. Auch andere spannende Projekte profitierten von dieser Initiative, darunter die „Insel“ in Räckelwitz, der Prinzenpfad in Lauske und die sorbisch beschrifteten Tüten der Bäckerinnung Bautzen. Insgesamt wurden für die Gestaltung der Insel in Räckelwitz 100.000 Euro bereitgestellt, um die lokale Entwicklung voranzutreiben. So berichtet alles-lausitz.de.

Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat mittlerweile Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung des Wettbewerbs geäußert. Im Dezember 2025 stellte sie einen Antrag zur Einstellung und Umwandlung der Simul+ Initiative. Die Kritiker rufen die Rechtslage ins Spiel und werfen dem Wettbewerb vor, nicht genügend Nachweise für einen nachhaltigen Mehrwert in der Regionalentwicklung zu liefern. Ein Bericht des Sächsischen Rechnungshofes aus dem Jahr 2025 untermauert diese Vorwürfe, indem er auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten für viele der prämierten Projekte verweist und Fehler im Prozess des öffentlichen Mittelmanagements anprangert.

Wettbewerb setzt auf kreative Fortschritte

Das Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Ministerin Regina Kraushaar stellte klar, dass Simul+Kreativ ein bürokratiearmer Wettbewerb ist, der lokale Ideen Förderung bietet, und betont den positiven Einfluss auf den gemeinschaftlichen Zusammenhalt aus etwa 1.500 realisierten oder in Umsetzung befindlichen Projektideen seit 2018. Auch die Aufsicht über den Wettbewerb wurde nicht aus parteipolitischen Gründen vergeben, sondern auf Grundlage fachlicher Eignung an das Sächsische Landeskuratorium ländlicher Raum. Es ist zu erwarten, dass auch im Jahr 2026 ein landesweiter Wettbewerb stattfinden soll, der sich gezielt an junge Menschen im ländlichen Raum richtet und ihnen die Möglichkeit bietet, eigene Projektideen umzusetzen, die andernfalls möglicherweise nie realisierbar wären.

Am 31. Mai 2023 wurde der neue Ideenwettbewerb „simul⁺Kreativ“ ins Leben gerufen, um kreative Entwicklungen in den Regionen Sachsens weiter voranzutreiben. Dieser Wettbewerb findet in Kooperation mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. statt und ist Teil des Innovationshub des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung. re-saechsische-schweiz.de berichtet von der Zielgruppe, die aus Vereinen, Unternehmen sowie Städten und Gemeinden besteht, die kreative Ideen zur lebendigen Entwicklung ihrer Regionen einreichen können. Für die besten Projektideen stehen insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, um bis zu 250 Beiträge zu prämieren.

Kulturförderung als wirtschaftlicher Motor

Sachsen investiert stark in die Förderung von Kunst und Kultur, was sich als bedeutender Wirtschaftsfaktor herausstellt. kt.smwk.sachsen.de berichtet, dass die Gesamtausgaben für Kultur im Freistaat und den sächsischen Kommunen rund 900 Millionen Euro betragen. Das Kulturministerium hat im Haushalt für 2021 268 Millionen Euro bereitgestellt, während für 2022 bereits 274 Millionen Euro eingeplant sind. Diese Investitionen fördern nicht nur die persönliche Entwicklung und kulturelle Bildung, sondern stärken auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die regionale Identität.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Initiativen wie Simul+Kreativ und die umfassenden Förderungen im Kunstbereich nicht nur das kreative Potential Sachsens stärken, sondern auch als Impulsgeber für die lokale Wirtschaft fungieren.