Miltitz, ein charmantes Dorf im Landkreis Bautzen, liegt in der malerischen Oberlausitz von Ostsachsen, etwa sieben Kilometer südöstlich von Kamenz. Es gehört seit 1974 zur Gemeinde Nebelschütz und beheimatet eine bemerkenswerte kulturelle Vielfalt: Etwa die Hälfte der Einwohner spricht Sorbisch als Muttersprache. Diese Information wird von Wikipedia bestätigt, die Miltitz auch als einen Ort beschreibt, der an der feuchten Niederung der Jauer liegt, die den Dorfteich speist.
Die Umgebung von Miltitz wird von einer sanften Landschaft geprägt, die nach Nordwesten hin mit dem Lauf des Jauerbaches abfällt. Eine markante Erhebung in der Region ist der Steinberg, der mit 206 Metern die höchste Erhebung darstellt. Historisch wurde Miltitz erstmals im Jahr 1348 erwähnt und war seit 1578 im Besitz des Domstiftes zu Bautzen. Interessanterweise war während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1642 eine große Zahl von Soldaten in Miltitz einquartiert, was einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Dorfes hatte.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten
Eine der bemerkenswertesten Attraktionen Miltitz‘ ist der „Miltitzer Frosch“, ein imposanter Granitblock, der am Feldpfad nach Nebelschütz steht. Dieser Stein, auch als „Gemeindestein“ bekannt, hat eine Höhe von etwa acht bis neun Ellen und ist in der regionalen Folklore tief verwurzelt. Zwei Sagen ranken sich um diesen Stein. Laut einer Legende verfolgte ein heidnischer Zauberer Christen und wurde durch die Berührung eines Wanderers mit seinem Wanderstab in einen Stein verwandelt. Die zweite Sage handelt von einem Wassermann, der einen trunkliebenden Bauern mit einem Stein bestrafen wollte, aber am Ende seine Meinung änderte, da der Bauer ihn überzeugte, dass sein Hahn in neun Minuten krähen sollte.
Diese interessanten Geschichten wurden in einem Mitteilungsblatt des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz Dresden dokumentiert, das auf den Erhalt des Steins aufmerksam macht. Es bestehen Bedenken um den Fortbestand des Granitblocks, weshalb ein Appell an den Heimatschutz gerichtet wird, den Stein für zukünftige Generationen zu bewahren, wie es auf Frosch e.V. nachzulesen ist.
Lebensqualität und Demografie
Miltitz bietet nicht nur historische Sehenswürdigkeiten, sondern auch eine hohe Lebensqualität. Die Geburtenraten sind hier höher und das Durchschnittsalter der Bevölkerung geringer als im sächsischen Durchschnitt. Die Agrar GmbH Miltitz bewirtschaftet rund 1170 Hektar Land in der Umgebung. Die Region ist gut angebunden, mit der Staatsstraße 102 als wichtiger Verkehrsader und der Anschlussstelle Burkau der A4, die nur neun Kilometer entfernt ist.
Der Dorfbewohnerstamm ist im Laufe der Jahrzehnte relativ stabil geblieben, sowie der Anteil der sorbischen Bevölkerung, der heute bei über 50 % liegt. Darin spiegelt sich auch die reiche kulturelle Identität Miltitz’ wider.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Miltitz nicht nur durch seine landschaftliche Schönheit besticht, sondern auch durch seine lebendigen Traditionen und ein aktives Gemeindeleben, das tief in der sorbischen Kultur verwurzelt ist.




