Am 8. Februar 2026 kam es in Leipzig-Lützschena-Stahmeln zu einem gefährlichen Vorfall, bei dem ein 14-jähriger Jugendlicher verletzt wurde. Gegen 13.25 Uhr wollte der Junge während der Abfahrt einer Straßenbahn an eine Mutprobe teilnehmen. Er hielt sich dabei am Heck der Bahn fest und versuchte, sich am Scheibenwischer festzuhalten, als die Straßenbahn von der Haltestelle Pittlerstraße Richtung Stahmeln fuhr. Der waghalsige Versuch endete für den Jugendlichen tragisch, als er beim Anfahren der Bahn zu Boden fiel und sich dabei verletzte. Die Rettungskräfte versorgten ihn umgehend medizinisch am Unfallort, jedoch gab die Polizei keine Informationen über die Schwere seiner Verletzungen bekannt.

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Sie warnt eindringlich vor der Praxis des „Surfens“ an Straßenbahnen und anderen Schienenfahrzeugen. Diese lebensgefährliche Mutprobe kann nicht nur zu schweren Verletzungen, sondern im schlimmsten Fall auch zu tödlichen Konsequenzen führen. „Surfen“ gilt in Deutschland in dieser Form als strafbar und ist ein Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen im Bahnverkehr, wie Medienportal Grimma berichtet.

Warnung gegen gefährliche Mutproben

Ähnliche Vorfälle sind nicht nur in Leipzig zu verzeichnen. In Schorndorf kam es kürzlich zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, bei dem vier Jugendliche plantzten Steine auf die Gleise. Laut Esslinger Zeitung gelang es den durchfahrenden Zügen, die Hindernisse zu überrollen, glücklicherweise ohne Verletzte. Die Bundespolizei sieht solche Aktionen als äußerst riskant, da sie zu ernsthaften Unfällen führen könnten. Insbesondere da Züge sich geräuschlos nähern und bei 100 km/h einen Bremsweg von bis zu 1000 Metern benötigen.

Die Bundespolizei mahnt, dass solche Mutproben keine bloße Spielerei sind. Derartige Eingriffe in den Bahnverkehr können mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Erzieherische Maßnahmen durch die Polizei sind ebenso eingeleitet worden, da die Jugendlichen am Haltepunkt Weiler an ihre Erziehungsberechtigten übergeben wurden.

Vorfälle wie die in Leipzig und Schorndorf verdeutlichen die dringende Notwendigkeit von Aufklärung und Erziehung, um Jugendliche vor den lebensgefährlichen Risiken solcher Mutproben zu schützen. Behörden und Polizei setzen sich verstärkt dafür ein, potenzielle Gefahren im Bahnverkehr offensiv zu thematisieren und so Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren.