In Sachsen steht der öffentliche Dienst erneut im Zeichen eines umfassenden Arbeitskampfes. Am kommenden Montag, den 8. Februar 2026, beginnen die Beschäftigten des Landes und der Leipziger Uniklinik einen zweitägigen Streik, wie mephisto976 berichtet. Am Dienstag werden dann auch Mitarbeitende der Universität Leipzig, des Studentenwerks und der AOK Plus an den Arbeitsniederlegungen teilnehmen. Es wird mit mehreren Hundert Teilnehmenden gerechnet, wobei die Uniklinik eine Notversorgung gewährleisten wird.
Die Streikaktionen sind Teil eines Tarifkonflikts zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Freistaat Sachsen, bei dem die geforderten Lohnerhöhungen und Personalbedingungen stark umstritten sind. So fordert ver.di eine Lohnerhöhung von 7 % oder mindestens 300 Euro, sowie die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und dualen Studierenden. Diese Forderungen sind Teil breiterer Gewerkschaftsinteressen, die in einer angespannten finanziellen Lage liegen, da Arbeitgeber vor möglichen finanziellen Risiken und Leistungskürzungen warnen. Der öffentliche Dienst ist von den Warnstreiks in mehreren Städten betroffen, darunter auch Leipzig, wobei Busse und Straßenbahnen größtenteils stillstehen. Im Nahverkehr wird sogar die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich laut, ein Anliegen, das von ver.di vehement verfolgt wird, wie auch der Stern hervorhebt.
Auswirkungen auf die Infrastruktur
Die Auswirkungen des Streiks sind in Leipzig und anderen sächsischen Städten deutlich spürbar. Während in Chemnitz die City-Bahn nach Fahrplan verkehren kann und in Zwickau mehrere Linien fahrplanmäßig bedient werden, stehen in Leipzig zahlreiche Bus- und Straßenbahnlinien still. Während S-Bahn und regionaler Zugverkehr nicht betroffen sind, haben die Gewerkschaften auch im Universitätsklinikum Leipzig Warnstreiks angekündigt. Hier könnten planbare Behandlungen ebenfalls beeinträchtigt werden, weshalb Patienten bereits informiert werden sollen.
Zusätzlich sorgt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für Aufsehen, da sie ebenfalls zu Arbeitsniederlegungen an Schulen aufruft. Die gesamten Maßnahmen sind Ausdruck der Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen und die Überlastung im öffentlichen Dienst, wobei die Arbeitgeber zurzeit kein Angebot in der ersten Verhandlungsrunde unterbreitet haben, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert, wie Tagesschau berichtet.
Zusätzlich zu den Streiks gibt es in Leipzig Meldungen über andere relevante Themen: Ein Verfahren wegen Beleidigung gegen den Leipziger Jura-Professor Tim Drygala wurde eingestellt. Der Vorfall war durch einen Post auf der Plattform X ausgelöst worden, in dem Drygala seine Frustration äußerte. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein, da der Beitrag als freie Meinungsäußerung galt.
Während die Stadt sich mit den Streikmaßnahmen auseinandersetzt, gibt es auch Sorgen um die Sicherheit. Am 11. Februar wird das Elsterbecken auf mögliche Kampfmittel untersucht, was zu einer temporären Sperrung der Zeppelinbrücke führt. Zudem kämpft die Stadt gegen einen Mangel an Rettungsschwimmer:innen in den Freibädern, wo über 50 Stellen für die bevorstehende Saison zu besetzen sind. Diese Erfordernisse zeigen die Vielschichtigkeit der Herausforderungen, mit denen Leipzig konfrontiert ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die kommenden Tage für Leipzig entscheidend werden, denn die Streiks im öffentlichen Dienst spiegeln nicht nur die Unzufriedenheit der Beschäftigten wider, sondern auch die Unsicherheiten, mit denen die Stadt aktuell umgeht.