In den letzten Monaten sind die Berichte über Einbrüche in einem Neubau von Vonovia in Leipzig sprunghaft angestiegen. In dem Gebäude an der Chopinstraße/Reudnitzer Straße, welches im Oktober 2025 bewohnt wurde, kam es bereits zu sieben Einbrüchen. Die Mieter, unter ihnen Patrick Schönberg, machen die Erfahrung, dass Eindringlinge gewaltsam in die Keller eindringen und Wertsachen, darunter Kunstgegenstände, entwenden. Der bisherige Schaden beläuft sich auf über 70.000 Euro, was die Sorgen der Anwohner weiter verstärkt. Laut den Mieterberichten fühlen sich diese von Vonovia alleingelassen, da Sicherheitsmängel gemeldet wurden und Reparaturen an defekten Obertürschließern auf sich warten lassen. Vonovia weist hingegen darauf hin, dass das Problem durch menschliches Versagen verursacht sei und erklärt, dass die Schließer derzeit in Reparatur seien. Weitere Sicherheitsmaßnahmen sind jedoch bereits in Planung, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden. Zudem betont das Unternehmen, dass seit Anfang des Jahres keine weiteren Einbrüche gemeldet wurden.
Gesteigertes Sicherheitsbewusstsein
Angesichts der Tatsache, dass in urbanen Regionen die Einbruchsraten deutlich höher liegen als in ländlichen Gebieten, haben viele Mieter bereits über den Einsatz von Selbstverteidigungsmitteln wie Pfefferspray und Schlagstöcken nachgedacht. Diese Diskussion findet im Kontext der allgemeinen Anstieg der Wohnungseinbrüche statt, die laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 in Deutschland auf 78.436 Fälle gestiegen sind. Dies entspricht einem Anstieg von 0,8% im Vergleich zum Vorjahr.
Zusätzlich dazu legen die Statistiken nahe, dass alle sieben Minuten ein Wohnungseinbruch verübt wird. Besonders auffällig ist der Anstieg in Großstädten, wo die Einbruchsrate bis zu dreimal höher ist als in ländlichen Regionen. Diese besorgniserregenden Zahlen führen zu einer erhöhten Nachfrage nach mehr Sicherheit und präventiven Maßnahmen, wie etwa Videoüberwachung, Alarmanlagen und einbruchhemmende Türen.
Linksextremistische Angriffe auf Vonovia
Ein weiterer Vorfall, der die Situation für Vonovia in Leipzig belastet, war der Brand eines Transporters des Unternehmens. In der Nacht zum 4. Januar wurde der Transporter in der Kochstraße, Südvorstadt, in Brand gesteckt. Polizei und das Innenministerium schließen eine linksextremistische Tat nicht aus, nachdem ein Bekennerschreiben auf dem Portal Indymedia veröffentlicht wurde. Für den Brand, der auch ein benachbartes Auto beschädigte, wird ein Schaden von etwa 50.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen hierzu laufen noch.
Die Kombination aus steigenden Einbruchszahlen und gezielten Angriffen auf das Unternehmen zeigt, dass sowohl Mieter als auch das Immobilienunternehmen Vonovia vor einer Reihe von Herausforderungen stehen. Bei den höchsten Mietpreisen in Leipzig setzt Vonovia auf bessere Sicherheitsvorkehrungen, um das Vertrauen der Bewohner zurückzugewinnen. Die anhaltenden Probleme fordern jedoch eine zeitnahe und effektive Lösung.