Der ZVEI-Fachbereich Elektrische Antriebe zeigt sich optimistisch für das Jahr 2026, nachdem die Branche in den letzten zwei Jahren mit Herausforderungen zu kämpfen hatte. Laut Konstruktionspraxis wurde Dr. Volker Lindenau Ende November 2025 zum neuen Vorsitzenden des Fachbereichs gewählt und folgt damit Dr. Jörg Hassmann von Siemens. Nachdem das Jahr 2025 lediglich eine Stabilisierung auf dem niedrigen Niveau von 2024 brachte, werden für 2026 endlich wieder Wachstumsimpulse erwartet.

Diese positiven Aussichten werden durch Trends wie Automatisierung, Energieeffizienz und Elektrifizierung unterstützt. Investitionen in energieeffiziente Antriebslösungen und automatisierte Produktionsprozesse sollen der Industrie kurz- und mittelfristig Rückenwind geben. Zudem wird die europäische Regulierung, insbesondere die Ecodesign Sustainable Products Regulation (ESPR), 2026 eine Schlüsselrolle spielen.

Zentrale Themen der ökologischen Anforderungen

Wichtige Aspekte der Regulierung umfassen den Digitalen Produktpass (DPP) und Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der ZVEI sich aktiv an den Diskussionen mit der Europäischen Kommission und Normungsorganisationen beteiligt. Ziel ist es, praxistaugliche, technisch fundierte und wettbewerbsfähige Regelungen zu gestalten.

Ein zentraler Teil dieser Regulierung ist die Verordnung (EU) 2019/1781, die Ökodesign-Anforderungen für Elektromotoren und Frequenzumrichter behandelt. Die Europäische Kommission führt derzeit eine Evaluierung und Folgenabschätzung zu dieser Verordnung durch, um deren Relevanz und Effizienz zu gewährleisten. Dies bestätigen auch Informationen von Energy Efficient Products.

Details zur Verordnung und deren Überprüfung

Die Verordnung gilt unter anderem für Induktions-Elektromotoren und Drehzahlregelungen mit bestimmten Nennleistungen und Betriebseigenschaften, wie in rechtlichen Dokumenten erläutert wird. Ausgenommen sind spezifische Motoren, wie solche für Elektrofahrzeuge oder die in extremen Umgebungen betrieben werden.

Die Überprüfung der Verordnung ist Teil des Arbeitsplans für nachhaltige Produkte und Energiekennzeichnung zwischen 2025 und 2030. Methodisch werden hierbei zwei Hauptphasen verfolgt: Evaluation und Folgenabschätzung, die parallel zueinander durchgeführt werden. Weitere Details zu den bestehenden Anforderungen und Anpassungen sind in den Anhängen der Verordnung aufgeführt, die die technischen Standards und beste verfügbare Technik definieren.

Für die europäischen Hersteller bedeutet dies, dass sich die Energiesicherheit und die Energiekosten für Verbraucher durch regelmäßige Überprüfungen verbessern lassen. Der Rahmen für diese Überprüfungen könnte auch als Grundlage für zukünftige Entwicklungen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik dienen, was die Relevanz der Branche zum Wohle des EU-Binnenmarktes stärkt.

Die wichtigsten Eckdaten der Verordnung werden in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Aspekt Details
Geltungsbereich Induktionsmotoren, Frequenzumrichter, Nennleistung 0,12 kW bis 1000 kW
Erste Umsetzung 1. Juli 2021
Überprüfung Zeitrahmen Dezember 2024 bis Frühjahr 2027
Hauptziel Förderung der Kreislaufwirtschaft und technische Effizienz

Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend zu umweltfreundlichen und effizienten Lösungen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik, was durch die anhaltenden regulativen Bestrebungen der Europäischen Union weiter unterstützt wird. Die Entwicklungen im Jahr 2026 werden daher mit Spannung erwartet.