Die Mützen-Challenge der Seemannsmission Lübeck entwickelt sich zu einer großen Gemeinschaftsaktion, die immer mehr Unterstützer in ganz Deutschland findet. Im Rahmen dieser Initiative sollen 600 selbstgestrickte Wollmützen gesammelt werden, um die diesjährigen Weihnachtstüten für Seeleute, die oft monatelang fern der Heimat arbeiten, zu bereichern. Marco Folchnandt, der Leiter der Seemannsmission Lübeck, zeigt sich beeindruckt von der Resonanz und der zunehmenden Mobilisierung durch die Aktion.
Die ersten gesammelten Mützen sind bereits in der Verwaltung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg eingetroffen. Ursprünglich begann der Aufruf zur Mützen-Challenge in Lübecker Kirchengemeinden, breitete sich jedoch rasch über Lübeck hinaus aus. Anfragen zur Teilnahme und Unterstützung kommen mittlerweile aus vielen Teilen Deutschlands, während zahlreiche Strickgruppen und Einzelpersonen ihre Hilfe anbieten.
Gemeinsame Anstrengungen und Spenden
Die Idee hinter der Mützen-Challenge ist es, den Seeleuten durch die handgestrickten Wollmützen ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit zu vermitteln. Insbesondere viele Seeleute, die aus wärmeren Regionen stammen, sind kalte Temperaturen nicht gewohnt. Aus diesem Grund ist die Unterstützung der Seemannsmission besonders wichtig, um den Seeleuten zu zeigen, dass an sie gedacht wird. HL-live berichtet, dass über 90 Prozent der Waren in Deutschland über den Seeweg transportiert werden, was die Arbeit der Seeleute und die Notwendigkeit von Warmkleidung unterstreicht.
Die Mützen können ab sofort in der Verwaltung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg abgegeben werden, wobei der bevorzugte Abgabeort in der Bäckerstraße 3-5 in Lübeck liegt. Anklang findet die Aktion auch in sozialen Medien: Ein Beitrag des NDR Schleswig-Holstein erzielte über 1650 „Gefällt mir“-Angaben und 320 Kommentare und motivierte zahlreiche Nutzer zur Teilnahme. Der Offene SeniorInnentreff an St. Marien in Lübeck ist ebenfalls aktiv und freut sich über Wollspenden.
Die gesammelten Mützen sollten idealerweise ohne Bommel gestrickt werden, um das Tragen unter Helmen zu erleichtern. Auch Überschüsse, die über die benötigte Menge hinausgehen, finden ihre Bestimmung, indem sie an benachbarte Stationen in Kiel, Brunsbüttel oder Rostock weitergeleitet werden. Zudem sind neue Bordbesuche in Wismar angedacht, um dort ebenfalls die Weihnachtstüten zu verteilen.
Wie Sie helfen können
Wollspenden können jeden Dienstag zwischen 14 und 16 Uhr im Marienwerkhaus in Lübeck abgegeben werden. Eine weitere Möglichkeit, die Mützen zu spenden, besteht darin, diese per Post an den Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zu schicken. Susanne Zientkowski aus der Registratur des Kirchenkreises kümmert sich um die Entgegennahme und Lagerung der Mützen. NDR hebt hervor, dass die Seemannsmission jährlich rund 600 Weihnachtstüten mit kleinen Geschenken für die Seeleute packt und in diesem Jahr zum ersten Mal um selbstgestrickte Wollmützen ergänzt werden.
Insgesamt zeigt die Mützen-Challenge, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement ist, um den Menschen zu helfen, die oft unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, Teil dieser schönen Aktion zu werden und seine selbstgestrickten Mützen beizusteuern. Auf diese Weise können wir zusammen einen kleinen Lichtblick in die oft harten Leben der Seeleute bringen.