Am 1. Januar 2026 fand ein bedeutender Führungswechsel bei der Diakonie Nord Nord Ost statt. Lutz Regenberg und Dirk Wilkesmann übernahmen die Geschäftsführung und treten in die Fußstapfen von Fred Mente, der im Sommer 2026 in den Ruhestand geht. Diese Übergabe markiert nicht nur einen Neuanfang für die Organisation, sondern ist auch ein Schritt in eine neue Ära der Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Die offizielle Einführung der neuen Geschäftsführer fand am 2. Februar 2026 in der St. Petri-Kirche zu Lübeck statt. Über 200 Gäste aus den Bereichen Sozialwirtschaft, Verwaltung und Politik wohnten der Veranstaltung bei, darunter auch Bürgermeister Jan Lindenau. Lutz Regenberg, der seit über 20 Jahren bei der Diakonie tätig ist, und Dirk Wilkesmann, der mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Diakonie mitbringt, bilden nun zusammen mit den bisherigen Führungskräften ein vierköpfiges Geschäftsführungsteam.

Ziele der neuen Geschäftsführung

Ein zentrales Ziel des neuen Führungsteams ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Mutter- und Tochtergesellschaften der Diakonie. Die Diakonie Nord Nord Ost verfügt über etwa 4.000 Mitarbeitende an mehr als 100 Standorten und bietet eine Vielzahl von sozialen Dienstleistungen an. Dazu gehören ambulante Hilfe, Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen, Kinder- und Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe, Seniorenpflege sowie eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Kirsten Balzer, seit 2011 Mitglied der Geschäftsführung und erfahrene Diplom-Ökonomin, sowie Johanne Hannemann, die seit 2018 Teil der Geschäftsführung ist, arbeiten eng mit Regenberg und Wilkesmann zusammen. Diese konstruktive Zusammenarbeit wird als Schlüssel zur weiteren erfolgreichen Entwicklung der Diakonie Nord Nord Ost angesehen, die auf die Bedürfnisse der bedürftigen Menschen in der Region ausgerichtet ist.

Aktuelle Entwicklungen in der Sozialwirtschaft

Die Diakonie gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland, gleich nach dem Staat. Gemeinsam mit der Caritas beschäftigen die beiden Organisationen rund 1,4 Millionen Menschen. Angesichts der höchsten Arbeitslosenzahlen seit zwölf Jahren erlangt die Sozialwirtschaft an Bedeutung, da sie immer mehr Aufgaben des Staates und der Unternehmen übernimmt. Die Diakonie hat für 2024 von einem Defizit von etwa 5 Millionen Euro berichtet, während Caritas München von einer stabilen Ertragslage spricht.

Ein besorgniserregender Trend ist der Rückgang der Spenden, was sowohl für die Diakonie als auch für die Caritas Herausforderungen mit sich bringt. Während die Diakonie die Spenden im Vergleich zum Vorjahr halbiert hat, findet Caritas neue Wege, Mitarbeiter, die von einem Rückgang des Migranten-Betreuung profitieren, in andere Bereiche umzuschulen. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend in einer Zeit, in der Finanzierungsfragen verstärkt in den Vordergrund rücken.

Mit den neuen Führungskräften ist die Diakonie Nord Nord Ost jedoch gut aufgestellt, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und die Qualität ihrer Leistungen weiterhin zu sichern. Während sie auf ihre langjährige Tradition zurückblickt, ist der Blick fest auf die Weiterentwicklung und Bedürfnisse der Gemeinschaft gerichtet.

Für die Zukunft bleibt es spannend, wie die Diakonie und ihre neuen Geschäftsführer die soziale Landschaft in Norddeutschland prägen werden. Die Hoffnung liegt in einer weiterhin starken Zusammenarbeit und einem Fokus auf innovative Lösungen für die Herausforderungen der Sozialarbeit.

Gemeinsam mit den vielen engagierten Mitarbeitenden und den unterstützenden Partnern aus Politik und Gesellschaft wird die Diakonie Nord Nord Ost einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region leisten.

Für weitere Informationen über die Struktur und Angebote der Diakonie Nord Nord Ost können Interessierte die offizielle Seite der Diakonie Nord Nord Ost besuchen: diakonie-nordnordost.de. Auch über die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Sozialwirtschaft informiert Welt.de umfassend.