In Lübeck fand kürzlich ein gemeinsames Fastenbrechen, das sogenannte Iftar, statt, das bereits zum dritten Mal von der Stadt und der Islamischen Gemeinde ausgerichtet wurde. Dieses Event wurde von Bürgermeister Jan Lindenau als feste Tradition gewürdigt und betont, dass es zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens beiträgt. Wie hl-live.de berichtet, ist die Veranstaltung Teil des Engagements eines Forums, das rund 67.000 Menschen aus 170 Ländern vertritt.
Die Teilnehmenden trafen sich in der Katharinenstraße, um das Fastenbrechen zu feiern, eine bedeutende Zeit im Ramadan, die für Muslime eine Phase der Reinigung und inneren Einkehr darstellt. Aydin Candan, der Vorsitzende des Forums, wies auf die Bedeutung des Iftars für die Gesellschaft hin und betonte, wie wichtig es ist, Vorurteile abzubauen. Mit etwa 13.000 muslimischen Bürgern ist Lübeck ein vielfältiger Ort, was die Veranstaltung noch bedeutender macht.
Interreligiöser Dialog
Während des Iftars hob Spyridon Aslanidis, der Beauftragte für Antisemitismusbekämpfung und ein orthodoxer Christ, die Wichtigkeit des Brückenbaus über Glaubensgrenzen hervor. Diese Interaktion zeigt, dass religiöse Unterschiede in einem gemeinsamen Rahmen überbrückt werden können. Insgesamt nahmen auch Daniela Rummert von der Stabstelle Integration und Ehrenamt sowie Maria Reznikova von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft an der Veranstaltung teil, die alle zur Unterstützung der Initiative und zur Vertiefung des interkulturellen Dialogs beitrugen.
Die UNESCO hat Iftar zudem als immaterielles Kulturerbe anerkannt, was die Bedeutung dieser Tradition auf der globalen Ebene unterstreicht. Wie ddorf-aktuell.de passend berichtet, ist Iftar nicht nur ein religiöses Ritual, sondern auch eine Brücke, die muslimische Gemeinschaften unabhängig von Geschlecht, Ethnie oder geographischer Herkunft vereint.
In Düsseldorf stand das Fastenbrechen am 17. März 2024 im Mittelpunkt, als der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM) ein interkulturelles Iftar veranstaltete. Gerade das gemeinsame Essen am Abend, nach Sonnenuntergang, brachte Menschen zusammen und förderte den kulturellen Austausch. Politische Vertreter und Beteiligte aus verschiedenen religiösen Gemeinschaften waren anwesend, um den interreligiösen Dialog zu stärken.
Somit wird deutlich, dass das Iftar nicht nur in Lübeck, sondern auch in anderen Städten wie Düsseldorf ein bedeutendes Mittel ist, um Gemeinschaft und Verständnis über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zu fördern.