Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) der Altenburger Museen hat heute während ihrer Jahrespressekonferenz einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2025 gegeben, in dem etwa 70.000 Besucher die Museen besuchten. Zentrales Thema für 2026 wird die bauliche Zukunft der Museen sein, da der Förderbescheid für das Lindenau-Museum bereits eingegangen ist. Die Rohbaumaßnahmen werden nach der Winterpause beginnen. Zudem wurden Planungsmittel für den Marstall im Haushalt für 2026 berücksichtigt. Auch die beliebte Ausstellung „Rote Spitzen“ wird eine Auffrischung erfahren, inklusive Erneuerung der Notüberdachung und der Beleuchtung, wie wochenspiegel-abg berichtet.
Die Pressekonferenz, an der auch Vertreter aus Politik und Verwaltung teilnahmen, stellte zudem die zahlreichen Veranstaltungen und Jubiläen vor, die für 2026 geplant sind. Im Fokus stehen der 100. Geburtstag des Künstlers Gerhard Altenbourg mit einer besonderen Ausstellung im Prinzenpalais sowie der 200. Jahrestag der Neugründung des Herzogtums Sachsen-Altenburg und das 150-jährige Bestehen des Museumsgebäudes des Lindenau-Museums. Damit wird 2026 ein außergewöhnliches Jahr für die Altenburger Museen, so die Ausführungen von abg-net.
Veranstaltungshöhepunkte und Sonderausstellungen
Zu den wichtigsten Veranstaltungen zählen die 14. Landesfotoschau Thüringen im Juli im Schloss sowie der Lindenau-Förderpreis, der im September an Absolventen mitteldeutscher Kunsthochschulen verliehen wird. Darüber hinaus wird die Winterausstellung im Schloss die Geschichte der Kinderspiele thematisieren. Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt im Rahmen der konzipierten Sonderausstellungen, die auch ein großes Augenmerk auf digitalisierte Formate und bildende Angebote legen, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
Ein Highlight wird die Sonderausstellung „Der fantastische Gerhard Altenbourg“ sein, die in der Zeit vom 12. Mai bis zum 16. August 2026 zu sehen ist. Auch die Ausstellung „Koffer, Kutschen und Kartons“ wird vom 23. Juni bis zum 27. September 2026 diverse Besucherinteressen ansprechen. Weitere Ausstellungen sind „Von Murmeln bis Minecraft“ und die Veranstaltungen der Altenburger Kindermuseumsnacht sowie der Thüringer Schlössertage. Die vollständige Liste der Veranstaltungen trägt zur weiteren Belebung der Kulturszene in Altenburg bei.
Herausforderungen für die Zukunft
Trotz dieser aufsehenerregenden Pläne stehen die Altenburger Museen vor Herausforderungen. Das Ende der Bundesförderung „Lindenau 21 plus“ bis Ende 2027 könnte zu personellen Engpässen führen, was die Umsetzung der zahlreichen Projekte erschweren könnte. Für den Zeitraum 2025 wurden im Lindenau-Museum etwa 10.259 Besuche dokumentiert, während das Residenzschloss sich mit 58.352 Besuchern über einer hohen Nachfrage erfreuen konnte. Insgesamt konnten die Museen somit einen Anstieg der Besucherzahlen um 2,59 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.
Im Jahr 2026 soll ein Zweckverband der Altenburger Museen gegründet werden, der die jahrzehntelange Trennung der Trägerschaften überwindet und den Altenburger Schlossberg als Kompetenzzentrum für Kunst- und Kulturvermittlung entwickeln möchte. Digitalisierung und Bildung werden weiterhin wichtige Aspekte der Museumsarbeit sein. Hierzu zählen die Veröffentlichung von Sammlungsbeständen in der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie der Initiativen, die den praxisnahen Bildungsangeboten eine Plattform geben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2026 ein Jahr voller Jubiläen und Ereignisse wird, das ambitionierte Projekte und eine positive Entwicklung für die Altenburger Museen verspricht, während gleichzeitig grundlegende Herausforderungen angepackt werden müssen, um die kulturelle Landschaft der Region zu sichern. Die Bedeutung von fachübergreifendem Verständnis und kollegialem Miteinander, etwa durch Schulungen und Tagungen, wird entscheidend für den weiteren Erfolg der Institutionen sein, wie auch auf bundesakademie.de ausgeführt wird.