Der Zugverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz ist aktuell durch einen Vandalismusakt stark gestört. Unbekannte Täter haben am Samstagnachmittag Kabel an einer Bahnbrücke in Leipzig-Volkmarsdorf beschädigt, was zu einer Signalstörung im Streckenabschnitt zwischen Engelsdorf und dem Leipziger Hauptbahnhof führte. Die Deutsche Bahn (DB) informiert über fortlaufende Reparaturarbeiten, kann jedoch keine Prognose zur vollständigen Wiederherstellung der Strecke geben. Das Landeskriminalamt Sachsen hat bereits Ermittlungen wegen der Störung öffentlicher Betriebe aufgenommen, und die Staatsanwaltschaft Leipzig leitet die Ermittlungen. Zeugen werden gebeten, Hinweise zu melden, insbesondere von Personen, die sich in der Nähe des Tatortes aufhielten, so berichtet Stern.
Infolge dieser Vandalismusakte ist der Streckenabschnitt zwischen Leipzig-Volkmarsdorf und dem Haltepunkt Werkstättenstraße seit dem 8. Februar nicht mehr befahrbar. Insbesondere sind die neuen Akkuzüge, die erstmals davon betroffen sind, betroffen. Die Infrastrukturbetreiber von DB InfraGO können keine Signale mehr ansteuern, was die Situation zusätzlich erschwert. Reisende des RE6 zwischen Leipzig und Chemnitz sehen sich nun erheblichen Einschränkungen gegenüber. DB hat ein Ersatzkonzept umgesetzt, das unter anderem zwei Umläufe der Diesel-Leistungen umfasst, die jedoch nur von und bis Leipzig-Liebertwolkwitz verkehren.
Ersatzverkehr und Umleitungen
Ein Schienenersatzverkehr (SEV) wurde eingerichtet. Akkuzüge können nicht in Liebertwolkwitz starten oder enden, da deren Batteriekapazität für eine Rückfahrt nicht ausreicht. Daher erfolgt eine Umleitung über Borna, um am Leipziger Hauptbahnhof aufgeladen zu werden. Reisende müssen zudem mit einem Haltausfall in Bad Lausick rechnen. Auch die RB113 ist betroffen; hier fahren Notbusse zwischen dem Hauptbahnhof und Liebertwolkwitz. Diese Einsatzmaßnahmen sind notwendig, um den Reisenden trotz der Unterbrechung eine Mobilität zu ermöglichen.
Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis Dienstagabend andauern, nachdem die DB kein ausreichendes Ersatzteil auf Lager hatte. Bis zur vollständigen Wiederherstellung des Zugverkehrs sind die Reisenden leidenschaftlichem Umleitungen und dem Schienenersatzverkehr ausgesetzt. Laut Tag24 müssen die Fahrgäste mit weiteren Einschränkungen im Zugverkehr rechnen, insbesondere am Dienstagmorgen, während die Mitarbeitenden weiterhin an einer schnellen Lösung arbeiten.