Ab Mitte nächsten Jahres wird im Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch eine neue LED-Flutlichtanlage installiert, die die Trainingsbedingungen auf dem Rasenplatz 3 erheblich verbessern soll. Bislang waren die alten Masten und mobilen Teleskopstrahler die einzige Lichtquelle, wobei die aktuelle Beleuchtung als unzureichend zu betrachten ist. Die Stadt Leipzig und die sächsische Aufbaubank (SAB) haben Förderzusagen für die neue Anlage gegeben, die mit einer Lichtstärke von 200 Lux ausgestattet sein wird. Laut Chemie Leipzig ist die neue 4-Mast-Anlage außerdem gemäß den Statuten des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) für den Spielbetrieb einer U17/U19-Regionalliga zugelassen.

Die Vorbereitungen für das Bauprojekt laufen bereits beim Planungsbüro VTVR, und der Baustart ist für Anfang 2026 geplant. Die Fertigstellung der Anlage wird bis Ende Mai 2026 erwartet. Ein Dank gilt den Fördermittelgebern, die dieses Bauvorhaben unterstützen. Dennoch wurde der geplante zweite Kunstrasenplatz in diesem Jahr von der SAB abgesagt, da die Haushaltsmittel des Freistaates zurzeit keine Förderung von Großprojekten erlauben.

Technologie hinter der neuen Flutlichtanlage

Die neue LED-Technologie bietet viele Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungssystemen. LEDs, oder Licht emittierende Dioden, sind Halbleitergeräte, die Licht erzeugen, wenn elektrischer Strom durch sie fließt. Diese Technik hat sich seit ihrer Einführung in den 1960er Jahren weiterentwickelt. Durch den Einsatz von Phosphor oder mehreren Halbleitern kann weißes Licht erzeugt werden, das für vielfältige Anwendungen geeignet ist, darunter auch Sportstätten. Ihre Vorteile umfassen einen niedrigeren Energieverbrauch, eine längere Lebensdauer und eine verbesserte Robustheit im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen, wie Wikipedia erläutert.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die neue Flutlichtanlage den Anforderungen des Förderprogramms ZUG (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft) des Bundesministeriums für Umwelt entspricht. Förderungen können beantragt werden, sofern bestimmte Kriterien erfüllt werden, wie beispielsweise eine Energieeinsparung von mindestens 50 Prozent durch energieeffiziente LED-Flutlichtanlagen. Zusätzlich dürfen keine Lichtabstrahlungen nach oben stattfinden, und die Mindestlebensdauer muss 50.000 Betriebsstunden betragen. Auf diese Weise wird nicht nur der Sportbetrieb gefördert, sondern auch die Umwelt geschützt, erklären die Informationen von Sportplatzbeleuchtung.de.

Obwohl die Pläne für den zweiten Kunstrasenplatz in diesem Jahr nicht realisiert werden konnten, wurde ein überarbeiteter Antrag für das Jahr 2026 eingereicht, um die Hoffnungen auf weitere Investitionen im Alfred-Kunze-Sportpark aufrechtzuerhalten. Der Bau der neuen LED-Anlage stellt einen wichtigen Schritt in die Zukunft und zur Verbesserung der Sportinfrastruktur in Leipzig dar.