Die Eisschwimm-Europameisterschaften 2026 in Molveno, Italien, sind in vollem Gange und haben bereits für Aufsehen gesorgt. Dabei spielt das Wetter eine entscheidende Rolle, denn die Wettkämpfe finden bei Wassertemperaturen von gerade einmal 1–2 Grad Celsius statt. Zwischen den Austragungsorten der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo bietet die Veranstaltung eine hervorragende Plattform zur Präsentation des Eisschwimmens als mögliche olympische Sportart der Zukunft. Die Wettkämpfe enden an diesem Samstag, während die Olympischen Spiele zuvor am Freitag eröffnet wurden.
Eine der herausragenden Persönlichkeiten dieser Meisterschaften ist Alisa Fatum-Böker. Sie hat am ersten Wettkampftag beeindruckt und allein vier Titel in der offenen Klasse gewonnen. Darunter sind die Disziplinen 100 m Schmetterling, 250 m Freistil, 500 m Freistil und 1000 m Freistil. Ihr Sieg über 100 Meter Schmetterling gelang in einer Zeit von 1:16,24 Minuten, gefolgt von der Französin Louise Bernard, die 1:16,73 Minuten schwamm. Marie-Therese Bartl sicherte sich den dritten Platz mit 1:18,59 Minuten. Auch über 250 m Freistil zeigte Fatum-Böker eine starke Leistung und gewann mit einer Zeit von 3:01,96 Minuten, während Bartl Silber holte (3:11,83 Minuten). Dies sind nur einige der beeindruckenden Ergebnisse, die die deutsche Schwimmerin ins Rampenlicht rückten.
Deutsches Team zeigt Dominanz
Insgesamt haben die deutschen Eisschwimmer bereits vier Goldmedaillen errungen, wozu auch Andreas Waschburger gehört, der Gold über 500 Meter Freistil in einer Zeit von 5:43,50 Minuten gewann und damit 13 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Axel Reymond hatte. Washerburger äußerte sich nach dem Rennen erfreut über seinen deutlichen Sieg, obwohl er mit einem spannendem Wettkampf gerechnet hatte.
Die Erfolge von Fatum-Böker und Waschburger sind Teil eines größeren Trends, der die deutsche Dominanz im Eisschwimmen unterstreicht. Alisa Fatum-Böker ist nicht nur eine Medaillengewinnerin, sondern gehört zur Weltspitze in dieser Sportart und hat bereits international Rekorde sowie Weltmeistertitel aufgestellt. In der Zwischenzeit konnte auch Ines Hahn eine Silbermedaille über 500 Meter Freistil gewinnen, was die Teamstärke weiter verdeutlicht.
Spannende Wettkämpfe und persönliche Herausforderungen
Die Bedingungen während der Wettkämpfe sind ein echter Test für alle Athleten. Alisa Fatum-Böker bemerkte, wie das Leiden ihrer Konkurrentinnen nach 400 Metern sichtbar wurde. So verkürzten sich die Armzüge von Cynthia Koolmans, während Evdokia Brovkova in leichten Schlangenlinien schwamm. Fatum-Böker selbst wechselte zwischen den Disziplinen mit extrem kurzen Erholungsphasen von nur 30 Minuten, was ihre Ausdauer und Fitness unter Beweis stellt.
Besondere Erwähnung verdient auch die Para-Wertung: Tina Deeken gewann hier Silber. Außerdem stellte Sabine Steinke einen Altersklassen-Weltrekord (AK 60) über 50 Meter Rücken auf. Die Eisschwimm-Europameisterschaften 2026 sind somit nicht nur ein Wettkampf der besten Athleten, sondern auch ein Schaufenster für herausragende sportliche Leistungen und persönliches Engagement.
Die nächste Herausforderung für die Teilnehmer, der Eiskilometer, steht bereits am Donnerstag auf dem Programm. Inmitten dieser aufregenden Wettkämpfe hat sich Fatum-Böker den inoffiziellen Titel „Queen of the Ice“ verdient, und ihr Weg zeigt, dass Eisschwimmen in Zukunft eine noch wichtigere Rolle im internationalen Sport spielen könnte.