Der Leipzig-Pass, eine wichtige Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen in der Stadt, hat in den letzten Jahren signifikant an Bedeutung gewonnen. Laut l-iz.de ermöglicht der Pass vergünstigte Leistungen für berechtigte Personen. Ein Hauptgrund für den Anstieg der Nachfrage nach dem Leipzig-Pass liegt in der Einführung des neuen, barriereärmeren elektronischen Beantragungsverfahrens namens VOIS BONUS, das im Mai 2025 eingeführt wurde.
Bereits am 15. Mai 2025 wurden die ersten Leipzig-Pässe über dieses Verfahren ausgestellt. Bis zum 12. Januar 2026 waren es insgesamt 60.359 Ausstellungen, die durch VOIS BONUS ermöglicht wurden. Vor der Umsetzung des neuen Systems wurden im Jahr 2024 noch 44.583 Pässe ausgegeben, während die Zahl für 2025, die bis zu diesem Stichtag weiter anstieg, auf insgesamt 77.825 Leipzig-Pässe kletterte – 17.466 über das alte Verfahren Fabius und 60.359 über VOIS BONUS.
Automatisierung und Anspruchsberechtigung
Die Automatisierung der Pässe betrifft verschiedene Antragsteller. Personen, die nach dem Wohngeldgesetz oder dem Asylbewerberleistungsgesetz berechtigt sind, erhalten den Leipzig-Pass automatisch. Auch Empfänger von SGB XII und SGB VIII können von diesem Verfahren profitieren, sofern die Stadt Leipzig Kostenträger ist. Zudem können auch SGB II-Empfänger den Pass automatisiert erhalten, wenn sie eine Einverständniserklärung abgegeben haben.
Die Zahl der Anspruchsberechtigten für den Leipzig-Pass zeigt einen deutlichen Anstieg. Laut linksfraktion-leipzig.de waren bis zum 28. Februar 2025 insgesamt 74.167 Personen anspruchsberechtigt. Dies umfasst 39.665 Personen, die SGB II, 9.246 SGB XII, 3.198 Asylbewerberleistungen und 22.048 Wohngeld beziehen.
Komplexität der Beantragung verringern
Mit der Einführung von VOIS BONUS hat die Stadt Leipzig ein wichtiges Signal zur Bürokratiereduzierung gesetzt. Dieses Verfahren erleichtert die Beantragung des Passes und führt zu einem flüssigeren Ablauf. Informationen zu den notwendigen Unterlagen, wie Leistungsbescheide und Ausweisdokumente, sind auf der Webseite der Stadt zu finden. Für Menschen ohne festen Wohnsitz gibt es spezielle Regelungen, um die Einkommensverhältnisse nachzuweisen.
Das Ziel der Stadt ist die Förderung der sozialen Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen, darunter Kultur, Bildung, Sport und Mobilität. Der Leipzig-Pass bleibt gültig, solange die bewilligte Leistung besteht, und alte Pässe behalten bis zum 31. Mai 2027 ihre Gültigkeit. Sollte der Pass verloren gehen, kann dies im Bürgerbüro, einem Sozialamt oder online gemeldet werden.
Diese Maßnahmen zeigen den klaren Willen der Stadt Leipzig, die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern und sicherzustellen, dass alle Menschen in der Stadt Zugang zu notwendiger Unterstützung haben. Wie leipziginfo.de berichtet, spielen Vergünstigungen und Angebote für Menschen mit geringem Einkommen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser sozialpolitischen Zielstellung.