RB Leipzig sieht sich derzeit mit einem Rechtsstreit konfrontiert, der sich um die ausstehenden finanziellen Forderungen von Marco Kurth dreht. Der ehemalige Co-Trainer von Marco Rose wurde am 30. März 2025 von seinem Posten bei den Sachsen entlassen. Kurth verlangt die Auszahlung seines Gehalts sowie der Punktprämien für die laufende Saison, wobei die geforderten Beträge in den sechsstelligen Bereich gehen sollen. Dieses Verfahren ist das einzige laufende Gerichtsverfahren des Vereins und die nächste Verhandlung ist für Juli angesetzt, wie Bild berichtet.

In der Vergangenheit hatte Kurth bereits rechtliche Schritte gegen RB Leipzig unternommen, nachdem er im Januar 2023 von Neu-Trainer Domenico Tedesco freigestellt wurde. Damals klagte er auf die bis Saisonende erwirtschafteten Punktprämien und erhielt schließlich eine Teilzahlung nach einer gerichtlichen Einigung. Aus dieser Erfahrung resultierten möglicherweise Veränderungen in den Verträgen der Trainer, die nach seiner Rückkehr im September 2023 in Kraft traten. Diese Klauseln besagen, dass Trainer im Falle einer Freistellung nur ihr Gehalt ohne Zusatzleistungen erhalten.

Hintergrund von Marco Kurth

Marco Kurth, geboren am 18. August 1978 in Lutherstadt Eisleben, blickt auf eine langjährige Karriere im Fußball zurück, sowohl als Spieler als auch als Trainer. Seine aktive Laufbahn erstreckte sich von 1997 bis 2013, wobei er für verschiedene Vereine in der Regionalliga und in der 2. Bundesliga antrat. Nach seinem Karriereende war er als Trainer tätig, beginnend beim 1. FC Magdeburg, bevor er 2017 zu RB Leipzig wechselte, wo er mehrere Trainerstationen durchlief, darunter die U19 und als Co-Trainer der Profimannschaft, wie Wikipedia zusammenfasst.

Die rechtlichen Anforderungen an Trainerverträge im Profifußball sind komplex. Gemäß den gesetzlichen Regelungen ist eine befristete Anstellung für Profifußballtrainer in vielen Fällen gerechtfertigt, da besondere Aspekte der Arbeitsleistung eine solche Notwendigkeit begründen können. Eine Kündigung kann wirksam sein, wenn der Trainer nicht über die erforderlichen Lizenzen verfügt, oder wenn die Kündigung aus personenbedingten Gründen erfolgt, was in Kurths Fall relevant sein könnte, da im August 2023 Entscheidungen rund um seine Anstellung gefällt wurden, wie rechtsanwalt-harbou.de ausführlich beschreibt.

Mit der aktuellen Klage fordert Kurth nun, dass die ausstehenden Zahlungen, insbesondere die Punktprämien, die in der finanziellen Gesamtvergütung eine erhebliche Rolle spielen, ausgezahlt werden. Es bleibt abzuwarten, wie die kommende Verhandlung im Juli ausgehen wird und ob ein erneuter Rechtsstreit um die entsprechenden Vertragsmodalitäten des Trainers ansteht.