In Knautkleeberg-Knauthain, einem Stadtteil im Südwesten von Leipzig, wurde ein neuer Bebauungsplan für das Wohngebiet entlang der Emil-Teich-Straße vorgestellt. Der Plan, der die Schaffung eines Wohngebiets auf etwa 3,4 Hektar vorsieht, wurde von der Stadtspitze beschlossen und soll im März 2026 dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Nach erfolgter Genehmigung wird der Entwurf im Amtsblatt veröffentlicht, um eine breite Diskussion unter Bürgern, Verbänden und Vereinen zu ermöglichen. Dies berichtet die Leipziger Internet Zeitung.

Knautkleeberg-Knauthain hat sich als potenzieller Standort für neue Wohnbauflächen etabliert, insbesondere im Kontext der steigenden Wohnraumnachfrage in Leipzig. Das Entwicklungskonzept, das 2022 verabschiedet wurde, legt den Fokus auf eigentumsorientierten Siedlungswohnungsbau in diesem Gebiet. Geplant ist zudem eine gemischt genutzte Quartiersmitte rund um den bestehenden Walradus Hof, die kleine Läden des täglichen Bedarfs umfasst. Diese Flächen sind im städtischen Besitz, während zwei private Teilflächen für die Errichtung von rund 45 Reihenhäusern und neun freistehenden Einfamilienhäusern vorgesehen sind.

Anpassungen an die Lebensqualität

Ein zentraler Bestandteil des Bebauungsplans ist die Förderung aktiver Mobilität. Geplant sind öffentliche Fuß- und Radwege zur Verbesserung der Erreichbarkeit und Anbindung des neuen Wohngebiets an die Umgebung. Auch die Integration von Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs sowie Elektromobilität sind Teil der Strategie. Außerdem werden Grünkorridore, Begegnungsflächen und Grünstreifen angestrebt, um die Lebensqualität in Knautkleeberg-Knauthain zu erhöhen, was den Zielen des Ortsteilentwicklungskonzepts entspricht. Dabei wurde das Konzept gemeinsam mit der Ortsteilgesellschaft erarbeitet und soll die Entwicklung des Wohngebiets für die nächsten 10 bis 15 Jahre begleiten, wie die Stadt Leipzig mitteilt.

Angesichts der Herausforderungen der urbanen Entwicklung ist es für Leipzig entscheidend, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu verfolgen. Die Bundesregierung hat bereits 2002 angestrebt, die Flächenneuinanspruchnahme und den Landschaftsverbrauch zu reduzieren. Diese Ziele spiegeln sich auch im neuen Bebauungsplan wider, der darauf abzielt, die Wärmeversorgung zu einem hohen Anteil aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten und die Niederschläge ortsnah versickern oder gespeichert werden sollen, um den ökologischen Fußabdruck des neuen Wohngebiets gering zu halten. Das Umweltbundesamt hebt zusätzlich die Bedeutung einer integrierten Stadtentwicklungsstrategie hervor, um eine hohe Umwelt- und Aufenthaltsqualität zu sichern sowie soziale Segregation zu verhindern, wie auf ihrer Seite detailliert beschrieben wird (Umweltbundesamt).

Die Entwicklung in Knautkleeberg-Knauthain ist Teil eines umfassenden strategischen Plans, der die zukünftige Entwicklung der äußeren Ortsteile in Leipzig in den Kontext eines wachsenden urbanen Raumes setzt. Es wird erwartet, dass die neuen Wohnbauprojekte die angespannten Wohnverhältnisse in der Stadt positiv beeinflussen werden.