Am 20. Februar 2026 wurde das Programm der diesjährigen Leipziger Buchmesse vorgestellt, das zahlreiche Literaturveranstaltungen und neue Formate umfasst. Rund 2.000 Veranstaltungen sind geplant, die einen breiten Überblick über verschiedene Literaturgenres bieten. Ein besonderes Highlight ist die erstmalige Präsentation von Filmaufführungen auf der Messe. Die Ausstellung steht im Zeichen der Donauregion und soll einen internationalen Austausch ohne nationale Brille fördern. Die Leiterin der Buchmesse, Astrid Böhmisch, unterstreicht diesen Ansatz, der auch prominent mit eingeladenen Autor:innen wie Sebastian Fitzek, Marc-Uwe Kling, Julia Quinn und Daniela Katzenberger besetzt ist. Eine Lesung des AfD-Politikers Maximilian Krah wurde hingegen abgesagt, was für Diskussionen sorgte.
Inmitten der Vorbereitungen zur Buchmesse werden auch Sicherheitsfragen besonders betont. Der Leipziger Hauptbahnhof soll sicherer werden, nachdem im vergangen Jahr nahezu 860 Gewaltdelikte registriert wurden – die höchste Zahl in Deutschland. Diese Situation hat zum Handeln der Deutschen Bahn (DB) geführt, die gemeinsam mit der Bundes- und Landespolizei sowie dem Ordnungsamt Sicherheitsmaßnahmen plant. Geplant sind unter anderem sogenannt Quattro-Streifen, die aus Beamten der Landespolizei, Bundespolizei, Mitarbeitenden des Stadtordnungsdienstes und der DB Sicherheit bestehen. Diese werden aktiv im und um den Hauptbahnhof patrouillieren, eine Maßnahme, die bereits an anderen Bahnhöfen wie Hamburg und Bremen Erfolge gezeigt hat. Dort sind die Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel gesunken.
Neue Infrastruktur für Leipzig
Zusätzlich zu den Sicherheitsmaßnahmen gibt es auch Fortschritte im Bereich der Infrastruktur. Ab Dezember 2023 wird die Region Leipzig/Halle mit 34 neuen Mireo-S-Bahn-Zügen ausgestattet, die mehr Platz und moderne Technik bieten. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit dieser neuen Züge, teilweise ohne Oberleitungen zu fahren. Auch eine neue Direktverbindung zwischen Leipzig und Naumburg in Sachsen-Anhalt ist in Planung, was die Erreichbarkeit der Region weiter verbessern soll.
In weiteren Entwicklungen hat die Oper Leipzig die Ticketpreise um bis zu 15 Euro erhöht, insbesondere für die besten Plätze. Diese Preiserhöhung ist als Reaktion auf die gestiegenen Sachkosten zu verstehen. Während die teuersten Tickets betroffen sind, werden die günstigen Plätze nur geringfügig teurer. Im Vorjahr vermeldete die Oper Leipzig ein Defizit von 2,3 Millionen Euro, welches nun durch die Preiserhöhung ausgeglichen werden soll.
Neues Wohngebiet in Knautkleeberg-Knauthain
Ein weiteres spannendes Projekt ist die Planung eines neuen Wohngebiets an der Emil-Teich-Straße in Knautkleeberg-Knauthain. Hier sollen Wohnsiedlungen mit kleinen Läden in der Quartiersmitte entstehen. Das Baukonzept muss jedoch noch vom Stadtrat genehmigt werden.
Die Kombination aus kulturellen Veranstaltungen, Sicherheitsmaßnahmen und städtebaulichen Entwicklungen zeigt, dass Leipzig bestrebt ist, ein sicheres und ansprechendes Umfeld für Bürger und Besucher zu schaffen.



