Am Dienstagnachmittag, dem 3. März 2026, kam es in Holzhausen zu einem erheblichen Ölaustritt, der die Hickengrundstraße vorübergehend für den Verkehr sperrte. Feuerwehrkräfte aus Holzhausen und Niederdresselndorf wurden mobilisiert, um auf den Vorfall zu reagieren, der durch das Auslaufen von Heizöl während der Belieferung eines Kunden verursacht wurde. Die geschätzte Menge des ausgetretenen Heizöls betrug zwischen 50 und 100 Litern. Die Feuerwehr setzte Maßnahmen zur Dichtung der Kanaleinläufe in Gang und forderte zusätzliche Unterstützung an, um den Vorfall schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Die Untere Wasserbehörde sowie eine Spezialfirma mit einem Reinigungsfahrzeug wurden hinzugezogen.

Die Gemeinde Burbach stellte zudem einen Saug-Pump-Wagen bereit, um die kontaminierte Kanalisation zu reinigen. Der gesamte Einsatz dauerte etwa drei Stunden, während der Verkehr über Nebenstraßen umgeleitet werden konnte, ohne dass es zu größeren Problemen bei der Sperrung der Hickengrundstraße kam. Diese ganze Operation konnte nach Berichten der Siegener Zeitung zügig durchgeführt werden.

Ölkatastrophe an den Thürer Wiesen

Jedoch gelang eine erhebliche Menge Heizöl in das Naturschutzgebiet, welche die Tier- und Pflanzenwelt gefährdet. Weite Teile des Feuchtgebiets sind stark kontaminiert, was nicht nur die Tierwelt beeinträchtigt, sondern auch ein geplantes Biotop-Erweiterungs-Vorhaben auf der Kippe stehen lässt. Insbesondere Wasservögel wie Stockenten und Blässhühner sind von den Auswirkungen betroffen, da das Öl über ihr Gefieder gelangt, was zu Unterkühlung und einem qualvollen Tod führt.

Langfristige ökologische Folgen und Maßnahmen

BUND warnt vor langfristigen Folgen für das Ökosystem, darunter auch das akute Fischsterben, was durch den feinen Ölfilm verursacht wird, der den Atmosphärenaustausch beeinträchtigt. Zu den betroffenen Fischarten zählen Rotaugen, Stichlinge, Barsche und Gründlinge. Ein Krisenstab wurde gebildet, der sich aus verschiedenen Behörden zusammensetzt, darunter die untere Naturschutzbehörde, die Stiftung Natur und Umwelt, das Technische Hilfswerk (THW) und Umweltgutachter.

In Reaktion auf die Situation wurden mehrere Sperren im Thürer-Bach und an anderen betroffenen Stellen errichtet, um die Ausbreitung des Öls zu verhindern. Um der kontaminierten Natur Herr zu werden, empfehlen Experten des BUND, Schilf- und Rohrkolbenflächen abzumähen. Gleichzeitig gibt es umfassende Kritik an der Informationspolitik der Behörden. In der Vergangenheit gab es keine Warnschilder oder Absperrungen an Wanderwegen, was dazu führte, dass Hunde aus dem kontaminierten Bach tranken und Kinder darin spielten. Nach einem Aufschrei der Öffentlichkeit wurden jedoch umgehend Warnschilder aufgestellt, um die Bevölkerung zu schützen. BUND fordert eine umfassende Untersuchung des gesamten Katastrophenverlaufs, um Verantwortlichkeiten zu klären und ähnliche Ereignisse in der Zukunft zu vermeiden. Weitere Details zum Vorfall finden sich im Bericht von blick-aktuell und bund-rlp.de.