In der Färberstraße in Holzhausen ist es erneut zu einem Kellerbrand gekommen. Die Feuerwehr wurde am späten Dienstagvormittag alarmiert, nachdem ein Karton neben einer Heizung Feuer gefangen hatte. Die Einsatzkräfte mussten unter schwerem Atemschutz vorgehen, um den Brand schnell zu löschen. Glücklicherweise entstand dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nur geringer Schaden, allerdings wurde eine Lötstelle an einer Wasserleitung beschädigt, was zu einem Wasserschaden führte. Zwei Bewohner des betroffenen Hauses wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus. Zum genaueren Schadensumfang sind derzeit keine Angaben verfügbar. Dies war bereits der dritte Brand in der Färberstraße innerhalb von drei Jahren, wobei vergangene Woche ein Carport und zwei Fahrzeuge in Flammen standen, was einen Schaden von rund 70.000 Euro verursachte. Bereits im Jahr 2023 gab es einen verheerenden Brand, der mehrere Fachwerkhäuser in der Färberstraße zerstörte, wie siegener-zeitung.de berichtet.

Dies ist nicht der erste Einsatz in Holzhausen innerhalb kurzer Zeit. Am 10. Februar 2025 wurde die Feuerwehr um 18:44 Uhr mit dem Stichwort „B4 – Kellerbrand“ zu einem weiteren Vorfall in einem Heizungsraum gerufen. Bei diesem Einsatz waren insgesamt vier Feuerwehreinheiten beteiligt, darunter Holzhausen, Sulz Stadt, Bergfelden und Sigmarswangen. Die Einsatzkräfte fanden lediglich leichte Rauchentwicklung vor, was auf eine schnelle Kontrolle der Situation hinweist. Nachdem der Keller mit Überdruckbelüftung rauchfrei gemacht wurde, konnte die Einsatzstelle wieder an die Bewohner übergeben werden. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die Führungsgruppe Sulz, den Rettungsdienst, die DRK-Bereitschaft und die Polizei, so der Bericht von swp.de.

Häufigkeit von Bränden in Wohngebäuden

Die wiederholten Brände in der Färberstraße werfen ein Licht auf die allgemeine Situation in Deutschland, wo die Feuerwehr jährlich mit einer Vielzahl von Gebäudebränden konfrontiert ist. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, die auf Daten von 2013 bis 2017 basiert, sind Küchen der häufigste Ort für Brände, und sie machen fast die Hälfte aller Brände in Wohngebäuden aus. Branchenstatistiken zeigen, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit für vorbeugende Maßnahmen im Brandschutz, um den Risiken in Wohngebieten entgegenzuwirken. Fortschritte in der Datenerfassung und neue Brandrisiken, etwa durch Elektromobilität, setzen Standards für künftige Strategien im Brandschutz, informiert feuertrutz.de.

Die Situation in Holzhausen zeigt exemplarisch die Herausforderungen, die Gemeinden im Hinblick auf Brandschutz und Feuerwehr bereithalten. Die wiederholten Einsätze in der Färberstraße stellen nicht nur die Einsatzkräfte vor Herausforderungen, sondern werfen auch Fragen zu den Ursachen und möglichen Präventionsmaßnahmen bei der Entstehung von Bränden auf.