CAP-Markt Landsberg schließt – Wer wird der neue Nahversorger?
Der CAP-Markt in Landsberg schließt zum 31. August 2025 nach 18 Jahren. Interessenten für die Nachfolge sind bereits bekannt.

CAP-Markt Landsberg schließt – Wer wird der neue Nahversorger?
Der CAP-Markt in der Landsberger Innenstadt wird nach 18 Jahren am 31. August 2025 schließen. Diese Entscheidung wurde Anfang Juni von Regens Wagner Holzhausen mitgeteilt und ist das Resultat wirtschaftlicher Schwierigkeiten, insbesondere gestiegener Betriebskosten. Matthias Albrecht, der die Gesamtleitung von Regens Wagner Holzhausen innehat, äußert Bedauern über diesen Schritt, der das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses ist. In der betroffenen Einrichtung sind derzeit neun Menschen mit geistiger Beeinträchtigung beschäftigt, die nach der Schließung in andere Einrichtungen von Regens Wagner untergebracht werden sollen. Gleichzeitig erhalten die 11 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit neue Arbeitsangebote innerhalb des Verbunds, der insgesamt acht eigenständige kirchliche Stiftungen des öffentlichen Rechts in Bayern umfasst, die Menschen mit Behinderung fördern.
Die Schließung des CAP-Marktes hat auch Auswirkungen auf die Nahversorgung in der Innenstadt sowie das nahegelegene betreute Wohnen. Wirtschaftsförderer André Köhn hat bereits im Seniorenbeirat über die Situation informiert. Die Stadt Landsberg, angeführt von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, sucht nach Lösungen, um die Schließung möglicherweise zu verhindern. Gespräche mit Regens Wagner und anderen Beteiligten sind im Gange.
Interesse an Nachfolge
Trotz der bevorstehenden Schließung gibt es bereits mehrere Interessenten für die Nachfolge des CAP-Marktes. Derzeit sind fünf Interessenten bekannt; einer von ihnen befindet sich in der engeren Auswahl. Diese Interessenten umfassen sowohl Nahversorger als auch soziale Träger, die möglicherweise die wichtige Rolle des Marktes in der Gemeinschaft weiterführen könnten. Der CAP-Markt verfügt über eine Verkaufsfläche von rund 600 Quadratmetern und hat sich über die Jahre als wesentlicher Bestandteil der lokalen Infrastruktur etabliert.
Regens Wagner Holzhausen betont, dass die Entscheidung zur Schließung des CAP-Marktes nicht leichtfertig getroffen wurde. Die Defizite des Marktes haben in letzter Zeit zugenommen, was nicht nur den Betrieb, sondern auch die anderen Angebote der Magnus-Werkstätten belastete. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Regens Wagner keine steuerfinanzierten Gelder zur Deckung der Defizite erhält; jegliche öffentlichen Mittel dienen lediglich der pädagogischen Unterstützung für Menschen mit Behinderung.
Die Stadt und die Eigentümer des Gebäudes setzen sich weiterhin für eine tragfähige Lösung zur Sicherung der Nahversorgung am Standort ein. Es bleibt abzuwarten, ob diese Bemühungen Früchte tragen werden und ob der CAP-Markt möglicherweise in einer anderen Form weitergeführt werden kann. Die Schließung am 31. August wirft Fragen auf, die nicht nur die lokale Einkaufsgemeinschaft betreffen, sondern auch die Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft insgesamt.