Am 14. April 2026 hat der Dortmunder Verkehrsbetrieb DSW21 einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung seiner Stadtbahnen vollzogen. Der erste neue B-Wagen, mit der Nummer 389, wurde in Dorstfeld angeliefert. Dies markiert die erste Lieferung eines Neufahrzeugs seit über einem Jahr, was die Vorfreude auf die bevorstehenden Verbesserungen im Stadtverkehr steigert. Insgesamt sind im Rahmen des B-Wagen-Projekts 34 Fahrzeuge bestellt worden, von denen bis zu diesem Zeitpunkt 24 bereits ausgeliefert waren. Mit der Ankunft des neuen Wagens wird der Fahrzeugmangel, der in der Vergangenheit regelmäßig zu Ausfällen führte, spürbar reduziert, insbesondere während der Stoßzeiten und bei Großveranstaltungen.
Die neuen Hochflur-Stadtbahnen bieten neben einem modernen Innenraum auch erweiterten Platz für Rollstühle und Kinderwagen sowie zeitgemäße Fahrgastinformationen. Diese Modernisierungsinitiative hat ein Gesamtvolumen von etwa 300 Millionen Euro und ist ein essenzieller Bestandteil der Strategie von DSW21, die Mobilität in Dortmund zukunftssicher zu gestalten. Um die Leistungsfähigkeit der Flotte weiter zu erhöhen, sind zusätzlich 64 Bestandsfahrzeuge geplant, die auf das Niveau der neuen B-Wagen umgerüstet werden sollen.
Fortschritte trotz Herausforderungen
Das B-Wagen-Projekt wurde aufgrund eines Insolvenzverfahrens beim Hersteller Heiterblick Anfang 2025 stark in Mitleidenschaft gezogen. Diese Situation sorgte für Unklarheiten über die Produktion der noch fehlenden zehn Fahrzeuge, was im Laufe des Projekts zu erheblichen Verzögerungen führte. Im Dezember 2025 wurde jedoch eine Fertigstellungsvereinbarung zwischen DSW21, Heiterblick und dem Sachwalter abgeschlossen. Dies ebnete den Weg für die Wiederaufnahme der Produktion in Leipzig. Mit dem Einstieg eines neuen Investors, des polnischen Stadtbahnbauers PESA, zeigen die Verantwortlichen nun neues Vertrauen in die Fortführung des Projekts.
Der neugelieferte B-Wagen Nummer 389 soll voraussichtlich Ende Mai in den regulären Betrieb aufgenommen werden. In den kommenden Monaten werden neun weitere Stadtbahnwagen erwartet, die bis Mitte 2027 in Dortmund eintreffen sollen. Bei erfolgreichem Verlauf des Modernisierungsprogramms könnte DSW21 bis Anfang der 2030er Jahre über 98 hochmoderne B-Wagen verfügen, ergänzt durch 47 Niederflurwagen, die auf den Linien U43 und U44 eingesetzt werden.
Das B-Wagen-Projekt zeigt, wie auch in herausfordernden Zeiten Fortschritte möglich sind. Die Hoffnung, dass die neuen Fahrzeuge den Pendlerverkehr in Dortmund nachhaltig verbessern, hat durch die jüngsten Entwicklungen neuen Auftrieb erhalten.



