Am 23. Februar 2026 sind in Berlin und Umgebung zahlreiche Radarkontrollen aktiv, um Temposündern auf die Spur zu kommen. Laut news.de werden in 16 Straßen Radarkontrollen durchgeführt, eine Maßnahme, die seit 1959 zur Überwachung von Geschwindigkeitsverstößen in Deutschland etabliert ist. Die Polizei und regionale Ordnungsbehörden sind verantwortlich für die Auswertung dieser Kontrollen und die Ausstellung von Bußgeldern.
Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt mithilfe des Doppler-Effekts, bei dem elektromagnetische Wellen ausgesendet werden, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen reflektiert werden. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung wird ein Foto des Fahrzeugs angefertigt. Laut bussgeldkatalog.net blitzen Radaranlagen in Deutschland immer von vorne, was die Erkennung der Überwachung durch die Fahrer erschwert. Mobil und stationär genutzte Blitzer sind dafür konzipiert, sowohl temporäre als auch dauerhafte Verkehrskontrollen zu ermöglichen.
Standorte der Radarkontrollen
Die aktuellen Blitzerstandorte in Berlin umfassen unter anderem:
- Adlergestell (Grünau, Treptow-Köpenick): 50 km/h
- Grazer Damm (Schöneberg, Tempelhof-Schöneberg): 50 km/h
- Mehringdamm (Kreuzberg, Friedrichshain-Kreuzberg): 30 km/h
- Yorckstraße (Kreuzberg, Friedrichshain-Kreuzberg): 30 km/h
- Segelfliegerdamm (Johannisthal, Treptow-Köpenick): 30 km/h
- Tempelhofer Damm (Tempelhof, Tempelhof-Schöneberg): 30 km/h
- Johannisthaler Chaussee (Neukölln): 30 km/h
- A113 (Kiekebusch): keine Geschwindigkeitsangabe
- Huttenstraße (Moabit, Mitte): 30 km/h
- Rudower Allee (Großziethen): 50 km/h
- Invalidenstraße (Moabit, Mitte): 50 km/h
- Am Treptower Park (Alt-Treptow, Treptow-Köpenick): 50 km/h
- Kirchhainer Damm (Lichtenrade, Tempelhof-Schöneberg): 50 km/h
- Hans-Grade-Allee (Schönefeld): 30 km/h
- Breite Straße (Pankow): keine Geschwindigkeitsangabe
- Spanische Allee (Schlachtensee, Steglitz-Zehlendorf): 30 km/h
Rechtliche Rahmenbedingungen und Toleranzen
Die Regelungen für Radarwarngeräte und Blitzer-Apps sind klar definiert. Nach §23 StVO ist der Betrieb von festen Radarwarnsystemen sowie Echtzeit-Warn-Apps während der Fahrt verboten. Bei Geschwindigkeitsübertretungen drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar Fahrverbote. Toleranzen liegen bei 3 km/h unter 100 km/h und 3% über 100 km/h. Außerdem sind moderne Technologien wie Infrarot und Induktionsschleifen aktuell auf dem Vormarsch, um Messfehler zu minimieren und die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, wie fachanwalt.de berichtet.
Die Einnahmen aus Bußgeldern werden häufig in kommunale Haushalte investiert, was zur Diskussion führt, ob die Blitzer primär der Verkehrssicherheit oder der finanziellen Bereicherung der Gemeinden dienen. Kritiker argumentieren, dass eine bessere Fahrdisziplin notwendig ist, um die Notwendigkeit solcher Kontrollen zu rechtfertigen.