Am 23. Februar 2026 verzeichnete Berlin insgesamt 17 mobile Radarkontrollen, die auf einer neuen Technologie basieren. Diese mobilen Blitzer nutzen die fortschrittliche LIDAR-Technologie zur Geschwindigkeitsmessung. Sie senden Laserimpulse an Fahrzeuge und analysieren die zurückkehrenden Signale zur Bestimmung der Geschwindigkeit. Die Radarkontrollen sind durch ein kurz aufleuchtendes rotes Licht erkennbar, was den Verkehrsteilnehmern signalisiert, dass sie sich in einem Überwachungsbereich befinden, wie news.de berichtet.
Zu den Standorten der Kontrollen gehörten verschiedene Straßen in Berlin, in denen unterschiedliche Tempolimits gelten. Besonders erwähnenswert sind die folgenden Kontrollpunkte:
- Residenzstraße (Reinickendorf): 30 km/h, 19:42 Uhr
- Schwiebusser Straße (Tempelhof): 30 km/h, 18:30 Uhr
- Marienfelder Allee (Marienfelde): 50 km/h, 17:52 Uhr
- Gneisenaustraße (Kreuzberg): 60 km/h, 17:54 Uhr
- Weitere relevante Standorte sind unter anderem Grazer Damm, Danziger Straße und Invalidenstraße mit variierenden Tempolimits und Zeitangaben.
LIDAR-Technologie und ihre Anwendung
Die eingesetzte LIDAR-Technologie, welche für „light detection and ranging“ steht, ist eine zu Radar ähnliche Messtechnik, die deutlich präzisere Geschwindigkeitsmessungen ermöglicht. Während Radar Radiowellen verwendet, setzt LIDAR auf Laserstrahlen. Dies ermöglicht nicht nur die Geschwindigkeitsmessung, sondern auch die Erkennung von Rotlichtverstößen und die Durchführung von Verkehrsüberwachungen, wie bussgeldkatalog.de beschreibt.
Ein spezifisches Beispiel für die LIDAR-Messgeräte ist der PoliScan Speed, welcher die Technologie zur präzisen Geschwindigkeitsmessung nutzt. Diese Geräte können sowohl stationär als auch mobil eingesetzt werden. Besonders innovativ ist der Enforcement Trailer, ein Anhängerblitzer von VITRONIC, der akkubetrieben und autark arbeitet. Die Investitionskosten für einen solchen Blitzer liegen zwischen 120.000 und 150.000 Euro, wobei auch die Möglichkeit besteht, die Geräte zu leihen, wie bussgeldkatalog.org ergänzt.
Rechtliche Aspekte und Einspruchsmöglichkeiten
Die Blitzer gelten als zuverlässig, jedoch wird immer ein Toleranzabzug zur Kompensation von möglichen Messungenauigkeiten vorgenommen. Verkehrsteilnehmer, die einen Bußgeldbescheid aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten haben, können innerhalb von 14 Tagen schriftlich Einspruch einlegen. Ein Einspruch kann auch dann sinnvoll sein, wenn Zweifel an der Korrektheit der Messung bestehen oder wenn die Verjährung der Ordnungswidrigkeit nach drei Monaten eintritt, es sei denn, die Frist wird unterbrochen. Bei gravierenden Zweifeln an der Messgenauigkeit sollte ein Anwalt für Verkehrsrecht hinzugezogen werden, um die besten Handlungsoptionen zu prüfen.
Die aktuellen Messungen und Kontrollen in Berlin verdeutlichen die fortschrittlichen Methoden zur Geschwindigkeitsüberwachung und die Notwendigkeit für Verkehrsteilnehmer, die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.