In der Silvesternacht 2025 kam es im Leipziger Stadtteil Grünau-Mitte zu schweren Ausschreitungen, bei denen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei gezielt angegriffen wurden. Bis zu 30 Personen waren beteiligt, die Mülltonnen in Brand setzten, um die Rettungskräfte in einen Hinterhalt zu locken. Dies berichtet Tag24.

Unbekannte Werfer setzten selbstgebaute Sprengsätze ein, die aus Gaskartuschen und Feuerwerkskörpern bestanden, gegen die anrückenden Feuerwehr- und Polizeikräfte. Axel Schuh, der Leiter der Branddirektion Leipzig, bestätigte dies auf einer Pressekonferenz. Es kam zu massiven Angriffen, bei denen Feuerwerksraketen horizontal auf die Einsatzbeamten abgeschossen wurden und ein Pulver-Feuerlöscher als Projektile verwendet wurde.

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Situation in der Silvesternacht

Der Polizeieinsatz in Leipzig erstreckte sich von 18:00 Uhr am 31. Dezember bis 6:00 Uhr am 1. Januar. Dabei waren Unterstützungseinheiten, darunter Aufrufhundertschaft und mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, beteiligt. Die Polizei vermeldete über 320 Einsätze in dieser Nacht, insbesondere im Leipziger Zentrum, wo Kinder und Jugendliche mit Feuerwerken der Kategorie F4 kontrolliert wurden. Ein Mann wurde festgenommen, nachdem er mit Pyrotechnik in die Menge feuerte, und ein weiterer mit einer Schreckschusswaffe.

In einigen Bereichen kam es zu gezielten Angriffen auf die Polizei. Ein Polizeibeamter und eine Polizistin wurden leicht verletzt. Bei den Ausschreitungen an einem Polizei­posten in der Wiedebachstraße wurden Polizeikräfte mit Steinen und Pyrotechnik attackiert. Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, während 23 Tatverdächtige identifiziert und festgenommen wurden.

Reaktionen und Folgen

Die Vorfälle in Leipzig sind Teil einer besorgniserregenden landesweiten Tendenz, bei denen Einsatzkräfte während der Feiertage zunehmend angegriffen wurden. In vielen deutschen Städten gab es ähnliche Gewaltakte, bei denen die Polizei gezwungen war, ihre Taktiken zu überdenken. In Berlin, zum Beispiel, wurden bis zu 430 Personen festgenommen, und es gab zahlreiche Berichte über Verletzungen unter Einsatzkräften. Laut ZDF erlitten Dutzende Menschen teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper in verschiedenen Städten.

Die Vorfälle an Silvester in Leipzig haben die Diskussion um den Umgang mit Pyrotechnik angesichts der offensichtlichen Gefährdung von Menschenleben und der Integrität von Einsatzkräften neu entfacht. Die Ermittlungen dauern an, während die Stadt und die Polizeibehörden Maßnahmen zur Verhinderung solcher Ausschreitungen in der Zukunft ergreifen wollen.