Am Abend des 1. Februar 2026 ereignete sich auf der Wittenberger Straße in Leipzig ein Fahrzeugbrand, der durch einen technischen Defekt verursacht wurde. Gegen 20:40 Uhr bemerkte der 24-jährige Fahrer eines VW Golf, dass sein Auto während der Fahrt in Brand geriet. Er konnte glücklicherweise unverletzt aus dem Fahrzeug flüchten, während Feuerwehrleute schnell zur Unfallstelle eilten und den Brand löschten. Der Schaden am Fahrzeug ist als Totalschaden zu verzeichnen. Während der Lösch- und Abschlepparbeiten kam es zu Verkehrseinschränkungen in der Umgebung, trotzdem gab es glücklicherweise keine Verletzten. Dies berichtet die Seite Blaulicht-Ticker.de.
Technische Defekte sind häufige Ursachen für Fahrzeugbrände. Laut einem Artikel des TÜV-Verbandes entstehen diese oft durch Kurzschlüsse, beschädigte Kabelisolierungen oder übermäßige Hitze im Motorraum. Vor allem im Sommer steigt die Brandgefahr, da hohe Temperaturen zusätzliche Risiken mit sich bringen. Statistisch gesehen gab es 2023 in Deutschland etwa 14.200 Fahrzeugbrände bei kaskoversicherten PKW, was weniger als 0,03% des gesamten Fahrzeugbestandes von über 49 Millionen Autos ausmacht.
Richtige Reaktion bei Fahrzeugbränden
Angesichts der Gefahren, die von Fahrzeugbränden ausgehen, ist es wichtig, richtig zu handeln. Experten empfehlen, das Fahrzeug sicher abzustellen, den Motor auszuschalten, die Handbremse anzuziehen und die Warnblinkanlage zu aktivieren. Die Insassen sollten das Auto unverzüglich verlassen und sicher Abstand halten – idealerweise mindestens 50 Meter. Danach sollte der Notruf 112 gewählt werden, um die Feuerwehr zu alarmieren. Besonders wichtig ist es, bei Elektrofahrzeugen darauf hinzuweisen, dass es sich um ein solches handelt, da diese spezielle Löschmethoden erfordern.
Die Brandbekämpfung von Elektroautos unterscheidet sich grundlegend von der der klassischen Verbrenner. Laut dem TÜV-Verband benötigt man für die Löschung eines brennenden Elektrofahrzeugs bis zu 10.000 Liter Wasser, während bei einem konventionellen Fahrzeug etwa 2.000 Liter genügen. Um die Gefahren für Feuerwehrleute zu mindern, werden brennende E-Fahrzeuge in der Regel in mit Wasser gefüllte Container gebracht, wo sie über einen Zeitraum von 24 Stunden beobachtet werden.
Zusätzlich wurde im Jahr 2025 festgestellt, dass die Sicherheitsmechanismen in modernen Elektroautos, wie das automatische Abschalten des Hochvoltsystems bei Unfällen, zu einer Sicherheitserhöhung führen. Der Fraunhofer-Institut bestätigte, dass die Brandrisiken bei Elektroautos nicht höher sind als bei herkömmlichen Fahrzeugen. So gab es nur 25 Brände pro 100.000 E-Autos im Vergleich zu 1.529 Bränden bei konventionellen Fahrzeugen.
Im Falle eines brandbedingten Schadens können Teil- oder Vollkaskoversicherungen hilfreich sein. Es wird empfohlen, dass Besitzer von Elektrofahrzeugen ihren Versicherungsschutz in Bezug auf die Akkus überprüfen, um im Schadensfall auf der sicheren Seite zu sein.
Zusammengefasst verdeutlicht der Vorfall in Leipzig die Notwendigkeit, Fahrzeuge regelmäßig zu warten und die Sicherheit im Umgang mit möglichen Brandgefahren zu erhöhen. Informierte Autofahrer und ein schnelles Handeln von Einsatzkräften können potenzielle Schäden und Verletzungen minimieren.
Für weitere Informationen zu diesem Thema steht die Seite Blaulicht-Ticker zur Verfügung: Blaulicht-Ticker, zudem bietet der TÜV-Verband wichtige Hinweise zur Reaktion bei Fahrzeugbränden: TÜV-Verband. Auch die Webseite AZT Automotive liefert nützliche Informationen zu Bränden bei Elektrofahrzeugen: AZT Automotive.