Am 26. Februar 2026 hat die Polizei in Leipzig erneut umfassende Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. In der Stadt sind derzeit acht Straßen im Fokus der Verkehrsüberwachung, um gegen rasende Verkehrsteilnehmer vorzugehen. Wie news.de berichtet, sind die genauen Standorte der Blitzer variabel und können sich täglich ändern. Heute wurden beispielsweise Blitzer an der Eisenbahnstraße mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h sowie an der Zerbster Straße mit 50 km/h gemeldet.
Die aktuellen Blitzerstandorte in Leipzig sind:
- Eisenbahnstraße (30 km/h) – gemeldet um 19:41 Uhr
- Prendel-Allee (30 km/h) – gemeldet um 19:21 Uhr
- Zerbster Straße (50 km/h) – gemeldet um 19:17 Uhr
- Engelsdorfer Straße (30 km/h) – gemeldet um 18:59 Uhr
- Zwickauer Straße (50 km/h) – gemeldet um 18:58 Uhr
- Oststraße (30 km/h) – gemeldet um 17:59 Uhr
- Torgauer Straße (50 km/h) – gemeldet um 17:54 Uhr
- Berliner Straße (50 km/h) – gemeldet um 17:09 Uhr
Diese Kontrollen sind Teil einer bundesweiten Initiative, die von der Polizei durchgeführt wird, um Geschwindigkeitsüberschreitungen zu reduzieren. Laut all-in.de finden in dieser Woche verstärkte Geschwindigkeitsmessungen statt. Dies geschieht insbesondere im Rahmen des Blitzermarathons, der am 9. April in verschiedenen Bundesländern, darunter Hessen, Hamburg und Bayern, stattfinden wird.
Ziele der Geschwindigkeitskontrollen
Die Polizei verfolgt mit diesen Maßnahmen das Ziel, Leben zu retten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Verkehrsforscher wie Michael Schreckenberg äußern sich jedoch kritisch über die Effektivität solcher Blitzermarathons und fordern eine Erhöhung der Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen. Aktuell sind die Strafen in Deutschland vergleichsweise gering; eine Überschreitung von 20 km/h wird mit mindestens 60 Euro geahndet, was im europäischen Vergleich niedriger ist, zum Beispiel in Frankreich mit mindestens 135 Euro.
Eine andere Perspektive wird von der Gewerkschaft der Polizei vertreten, die straffreie Regelungen vorschlägt, die an das Einkommen der Verkehrsübertretenden gekoppelt sind. In diesem Kontext ist erwähnenswert, dass in Deutschland die Kontrollmaßnahmen nicht nur während sporadischer Blitzermarathons stattfinden, sondern kontinuierlich über das Jahr verteilt.
Einnahmeeffekte durch Bußgelder
Die Abschreckung von Temposündern bringt auch erhebliche Einnahmen mit sich. Städte und Kommunen profitieren finanziell durch die Verhängung von Bußgeldern. So wurden allein in Thüringen im Jahr 2024 rund 32 Millionen Euro an Bußgeldern erzielt, während Hamburg immer wieder weitaus höhere Summen, etwa 47 Millionen Euro, verzeichnen kann. Die Einnahmen aus den Geschwindigkeitskontrollen sind eine wichtige Einnahmequelle für die kommunalen Kassen, basierend auf den Daten von rnd.de.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschwindigkeit nicht nur für die Verkehrssicherheit von großer Bedeutung ist, sondern auch wirtschaftliche Folgen mit sich bringt. Die anhaltenden Blitzkontrollen sind eine Maßnahme, um beide Aspekte zu adressieren.