Am Freitagabend, dem 7. Februar 2026, erlebte die Leipziger Innenstadt erneut einen Brand im Gebäudekomplex der ehemaligen Stasi-Zentrale. Der Brand wurde gegen 18:18 Uhr gemeldet und alarmierte sofort zwei Löschzüge der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen, sodass die Löscharbeiten gegen 19 Uhr abgeschlossen waren. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, jedoch ist die Schadenshöhe bislang unklar. Der Komplex steht seit längerer Zeit leer und war früher unter anderem der Sitz einer geschlossenen Diskothek, wie MDR berichtet.

Die Feuerwehr entdeckte dichte Rauchschwaden, die aus einem oberen Geschoss des Gebäudes drangen. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Polizei übernommen und sollen am Samstag im Gebäude beginnen. Insbesondere die letzten Brandereignisse werfen Fragen auf, da es bereits am 23. Dezember 2025 im Keller des „Museums an der Runde Ecke“ gebrannt hatte. In diesem Fall war die Ursache ebenfalls eine Selbstentzündung von gelagertem Material, wie die Tag24 berichtet.

Ermittlungen und Vorgeschichte

In der vorangegangenen Brandnacht im Dezember hatten über 70 Feuerwehrleute bis in die Nacht gearbeitet, um die Flammen zu löschen. Da Brandstiftung und technischer Defekt von den Ermittlern ausgeschlossen wurden, bleibt die Selbstentzündung als Hauptverdächtiger. Die genaue Ursache und das betroffene Material wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben. Für das „Museum an der Runden Ecke“ war es ein schwerer Schlag, da Teile der Sammlung durch das Feuer beschädigt wurden. Trotz dieser Vorfälle bleibt das Museum für Besucher geöffnet, und die Gedenkstätte wurde nicht beschädigt, wie LVZ ergänzt.

Aktuell plant die Stadt Leipzig den Abriss des Gebäudekomplexes, um Platz für neue Häuser und ein Forum Demokratie zu schaffen. Dieser Plan stößt jedoch auf Widerstand, insbesondere vom Verein Bürgerkomitee Leipzig sowie von Tobias Holitzer, dem Leiter des Museums. Die Entwicklungen rund um die ehemalige Stasi-Zentrale bleiben weiterhin spannend und erfordern eine genaue Beobachtung der Ermittlungen und der städtischen Planungen.