Die Leipziger Jazztage, die vom 11. bis 18. Oktober 2025 stattfinden, haben am Wochenende mit einem spannenden Programm begonnen. kreuzer-leipzig.de berichtet, dass das Festival modernen Jazz mit Melodien und freier Improvisation präsentiert. Ein erster Höhepunkt war das ausverkaufte Doppelkonzert von Pino Palladino und Blake Mills im UT Connewitz, das viele Jazzfans aus der Umgebung und darüber hinaus anlockte. Das Duo wurde von Sam Gendel am Saxophon und Chris Dave am Schlagzeug begleitet und spielte Stücke, die ähnlich dem Sound ihrer Platte „That wasn’t a Dream“ sind.

Die Jazztage bieten nicht nur Konzerte, sondern auch kulturelle Highlights. Ein besonderes Ereignis ist die Premiere der Dokumentation „Being Hipp – First Lady of European Jazz“, die in den Passage Kinos gezeigt wird. Diese Dokumentation von Anna Schmidt beleuchtet das Leben der in Leipzig geborenen Pianistin Jutta Hipp. rausgegangen.de hebt hervor, dass Hipp die erste weiße Jazzpianistin in den USA auf internationalem Niveau war. Sie war Autodidaktin und hatte in den 1950er Jahren eine eindrucksvolle Karriere, die in Underground-Clubs in Leipzig begann und sie später ins legendäre Hickory House in New York führte.

Das Erbe von Jutta Hipp

Die Dokumentation beleuchtet sowohl die Erfolge als auch die Herausforderungen, die Jutta Hipp als Instrumentalistin erlebte. Ihre Karriere wurde durch Sexismus, Rassismus und persönliche Kämpfe geprägt, die schließlich zu ihrem Rückzug aus der Öffentlichkeit führten. Hipp, die in den 1960er Jahren von der Bühne verschwand, arbeitete danach in einer Textilfabrik. In der Dokumentation wird ihr Lebensweg nachgezeichnet, von ihrer frühen Liebe zur Musik im nationalsozialistischen Deutschland bis hin zu ihrer Flucht in den Westen.

Nach der Vorführung der Dokumentation folgt eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin Anna Schmidt und Ilona Haperkamp, die weitere Einblicke in Hipp’s Leben und ihr künstlerisches Schaffen bieten wird.

Vielfältige Veranstaltungen während des Festivals

Die Leipziger Jazztage bieten zudem eine Vielzahl an Veranstaltungen. Am 14. Oktober treten die Duos „Agua Dulce“ und „Witch’n’Monk“ in der Schaubühne Lindenfels auf, gefolgt von Jelena Kuljićs Ensemble im UT Connewitz am 15. Oktober und einem Konzert mit Markus Rom und anderen in der Galerie KUB am 16. Oktober. Das diesjährige Festivalmotto „Mapping Music“ soll eine Gemeinschaft von Jazzhörerinnen und -hörern in Leipzig fördern und die Begeisterung für diese Musikrichtung stärken.

Die Leipziger Jazztage 2025 versprechen somit ein reichhaltiges und inspirierendes Programm voller musikalischer Höhepunkte und kultureller Entdeckungen.