Leipzig investiert verstärkt in die Sicherheit von Schulwegen. Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 286.000 Euro in verschiedene Maßnahmen, um die Schulwegsicherheit zu erhöhen. Diese Investitionen zielen darauf ab, den Schulweg für Kinder sicherer zu gestalten und Risikofaktoren zu minimieren. Solche Maßnahmen sind notwendig, denn laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden im Jahr 2023 rund 92.000 Schulwegunfälle registriert, was die Notwendigkeit von Verbesserungen eindringlich verdeutlicht.

Die Maßnahmen in Leipzig umfassen unter anderem den Bau einer Gehwegnase im Bereich Roßplatz/Grünewaldstraße, die es den Schülern der Addis-Abeba-Grundschule ermöglicht, die Straße sicher zu überqueren. Auch die Breite des Gehwegs vor der Johanna-Magdalena-Beyer-Schule an der Gießerstraße wurde vergrößert. Zudem wurden an der Zwickauer Straße/Dankwartstraße zwei Parkplätze zurückgebaut, um mehr Platz für Fußgänger zu schaffen.

Verkehrsberuhigung und Schulwegpläne

Zusätzlich wurden Straßenabschnitte vor der August-Bebel-Schule und der Wilhelm-Wander-Schule in verkehrsberuhigte Zonen umgewandelt. Vor der Grundschule Connewitz sowie der Grundschule Portitz und der Schule am Barnet-Licht-Platz wurde die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Verbesserung der Schulwegsicherheit in der Stadt.

Um die Sicherheit der Schulwege weiter zu verbessern, hat die Stadt Leipzig spezifische Schulwegpläne für Grundschüler erstellt. Diese Pläne haben das Ziel, den sichersten Weg zur Schule zu identifizieren, wobei oft längere, aber gefährdungsärmere Routen gewählt werden. Bei der Erstellung dieser Pläne werden Kriterien wie möglichst wenige Straßenüberquerungen und die Nutzung gesicherter Überwege berücksichtigt. Eltern und Kinder wird geraten, den Schulweg regelmäßig zu üben und aktiv auf potenzielle Gefahren hinzuweisen. Leipzig.de hebt hervor, dass der markierte Schulweg nicht immer der kürzeste, sondern der sicherste sein sollte.

Initiativen für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung

Die Arbeitsgemeinschaft Schulwegsicherheit setzt sich aus Mitgliedern der Verkehrswacht, der Polizeidirektion, Schulkindern und Eltern zusammen. Ihr Ziel ist es, Problemstellen im Verkehr zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln. Dies geschieht nicht nur durch die oben genannten Maßnahmen, sondern auch durch gezielte Aktionen und Veranstaltungen, die das Bewusstsein für Schulwegsicherheit stärken. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) bietet beispielsweise Webseminare an, um mit Experten Strategien zur sicheren Schulweggestaltung zu diskutieren und bewährte Praktiken vorzustellen. Hierbei werden diverse Initiativen präsentiert, wie etwa Walking Buses und temporär gesperrte Schulstraßen. DVR gibt interessante Einblicke in diese Maßnahmen.

Die Effizienz der investierten Mittel und die kontinuierlichen Verbesserungen der Schulwegsicherheit zeigen, dass Leipzig eine klare Strategie verfolgt, um die Einrichtungen für die kleinsten Verkehrsteilnehmer zu optimieren und ein sicheres Umfeld für Schüler zu schaffen.