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Die Leipziger Band Folkländer feiert in diesem Jahr ein bemerkenswertes Jubiläum: fast 50 Jahre Bandgeschichte. Am 14. Februar 2026 wird ein besonderes Konzert im UT Connewitz stattfinden, das sowohl Freunde als auch Gäste anzieht und den Weg der Band im Kontext der ostdeutschen Folkmusik beleuchtet. Bereits 2023 wurde Folkländer mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet, was die Bedeutung dieser Gruppe für die kulturelle Landschaft unterstreicht.

Folkländer wurde am 13. Januar 1976 in Leipzig gegründet. Ziel der Band war es, irische Folkmusik in die DDR zu bringen. Von Beginn an prägte sie die Folkmusikszene und wird als eine der erfolgreichsten Folkbands des Ostens angesehen. Die Band spielt eine Mischung aus eigenen, traditionellen und nachgenutzten Songs und Balladen, die als Balsam für die Seele beschrieben werden. Jürgen B. Wolff, eine treibende Kraft der Gruppe, entdeckte diese Musikkultur während seines Studiums, als er eine Platte mit irischen Folksongs gewann. Instrumente wie Gitarre, Akkordeon und Flöte waren in der DDR einfach zu beschaffen, was zur Verbreitung der Folkmusik beitrug.

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Der Einfluss der Folkmusik in der DDR

Folkmusik war in der DDR eine bedeutende Musikrichtung, stark beeinflusst von irischer und schottischer Folkmusik sowie anderen internationalen Stilen. Mit Texten, die kritische deutsche Liedtraditionen und gesellschaftskritische Inhalte umfassten, stellte sie eine Plattform dar, die als weniger problematisch galt im Vergleich zu anderen Musikrichtungen. Die Singebewegung, die in den 1960er Jahren staatlich gefördert wurde, trug zusätzlich zur Verbreitung staatskonformer Lieder in der DDR bei.

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Die Gründung der Band Folkländer gilt als Beginn der Folkmusik in der DDR. Die Band spielte anfänglich vor allem irische und schottische Folkmusik und war maßgeblich an der Organisation der ersten Folkwerkstatt im Oktober 1976 beteiligt. In den folgenden Jahren entwickelte sich eine lebendige Folkmusikszene mit jährlich wiederkehrenden Treffen und neuen Programmen. Die Folkstanzbewegung, die ab 1980 in der DDR populär wurde, orientierte sich am ungarischen Tanzhaus und brachte traditionelle Tänze zurück in die Kultur der Menschen.

Das Jubiläumskonzert

Das bevorstehende Jubiläumskonzert am 14. Februar wird zudem die Besetzung der Band in den Fokus rücken. Aktuell besteht sie aus:

  • Heidi Eichenberg (Akkordeon, Gesang)
  • Thomas Hauf (Percussion)
  • Gabi Lattke (Hackbrett, Flöte, Whistle, Gesang)
  • Jindra Lattke (Bass)
  • Dirk Wasmund (Saxophon, Klarinette)
  • Manfred Wagenbreth (Mandoline, Mandola, Bouzouki, Mundharmonika, Gesang)
  • Jürgen B. Wolff (Gitarre, Konzertgitarre, Gesang)

Tickets für das Konzert sind online über tixforgigs.com sowie im Geschäft CULTON im Peterssteinweg 9 erhältlich.

Mit einer geschätzten Zahl von etwa 120 Folksmusikgruppen in der DDR, darunter Folkländer, Wacholder und Brummtopf, zeigt die Folkmusik die Vielfalt und Kreativität der ostdeutschen Musikkultur. Trotz der politischen Veränderungen 1989/90, die zu einem Rückgang der staatlichen Förderung führten, bleibt die ostdeutsche Folkszene aktiv und organisiert weiterhin Konzerte und Folkstanzveranstaltungen.

Folkländer ist weit mehr als eine Band – sie ist ein Symbol für die ostdeutsche Folkmusikgeschichte und die resilienten Traditionen, die in der Region lebendig bleiben.