Arthur Hoffmann wurde am 29. September 1900 in Wichelsdorf, Landkreis Sprottau, Provinz Schlesien geboren und starb am 12. Januar 1945 in Dresden. Er war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der in der Zeit des Dritten Reiches aktiv gegen das Regime auftrat. Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie, absolvierte Hoffmann eine Lehre zum Zimmermann und trat 1919 der USPD und 1920 der KPD bei. Sein Widerstand begann früh: 1920 kämpfte er in Delitzsch gegen die Kapp-Putschisten und wurde dafür zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Ab 1925 lebte Hoffmann in Leipzig, wo er schnell in der KPD politisch aktiv wurde. Er war Mitglied der KPD-Unterbezirksleitung und trat ein Jahr später in den Rotfrontkämpferbund (RFB) ein. Seine politischen Aktivitäten führten zu weiteren Inhaftierungen. So wurde er 1929 wegen der Organisation einer Protestkundgebung für drei Wochen inhaftiert und 1931 nach einem versuchten Waffenkauf zu fünf Jahren Haft verurteilt, jedoch bereits 1932 vorzeitig entlassen.
Widerstand und Verhaftungen
Nach der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933 ging Hoffmann in den Untergrund und organisierte den antifaschistischen Widerstand in Chemnitz. Diese Aktivitäten blieben jedoch nicht unbemerkt: Im November 1933 verhaftet, wurde Hoffmann 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Haft kam er 1937 in Schutzhaft und verbrachte einige Monate im KZ Buchenwald, bevor er im Dezember 1937 entlassen wurde. Ab 1938 war er Teil der Schumann-Engert-Kresse-Gruppe in Leipzig, wo er in Rüstungsbetrieben arbeitete, um Produktionsstörungen zu erreichen.
Parallel zu Hoffmann war auch Georg Schumann, geboren am 28. November 1886, ein bekannter Widerstandskämpfer. Er erlernte den Beruf des Werkzeugschlossers und wurde 1905 Mitglied der SPD. Später trat er der KPD bei und war ein aktives Mitglied, das im Jahr 1921 in den Preußischen Landtag gewählt wurde. Wie Hoffmann wurde auch Schumann wegen seiner politischen Aktivitäten verfolgt und verhaftet. Nach seiner Haft im KZ Sachsenhausen schloss er sich ebenfalls einer kommunistischen Widerstandsgruppe an und wurde 1944 erneut festgenommen.
Leider endete auch Schumanns Widerstand mit einem Todesurteil am 21. November 1944, das am 11. Januar 1945 vollstreckt wurde.
Nachwirkungen und Ehren
Arthur Hoffmanns engagiertes Leben endete am 12. Januar 1945, als er durch das Fallbeil hingerichtet wurde. Nach dem Krieg wurde seine Urne auf dem Leipziger Südfriedhof bestattet. Auch in der Stadt Leipzig wurde ihm ein ehrendes Denkmal gesetzt: Eine Hauptverkehrsstraße trägt seit dem 1. August 1945 seinen Namen, und im Juli 2012 wurde ein Stolperstein für ihn in der Arthur-Hoffmann-Straße eingeweiht. Bis 1992 trug außerdem die 3. Polytechnische Oberschule in Leipzig seinen Namen. Auch in Zwenkau wurde eine Straße nach ihm benannt, um an sein Engagement gegen das NS-Regime zu erinnern.
Die Geschichten von Hoffmann und Schumann zeigen eindrucksvoll den Mut und die Entschlossenheit derjenigen, die sich dem Nationalsozialismus entgegenstellten. Sie verdeutlichen auch die Tragik, dass viele dieser Widerstandskämpfer, trotz ihres Einsatzes für Freiheit und Gerechtigkeit, ihr Leben für diese Überzeugungen lassen mussten.






