In einem dramatischen Vorfall am Donnerstagabend hat die Bundespolizei einen litauischen Passagier in einem Reisebus gestoppt, der über die Autobahnkontrollstelle bei Görlitz nach Deutschland unterwegs war. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 38-Jährige auf der Fahndungsliste stand. Es lag ein Haftbefehl gegen ihn vor, und er war wegen eines Einreise- und Aufenthaltsverbots zur Festnahme ausgeschrieben.
Das Landgericht Konstanz hatte den Mann wegen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von insgesamt vier Jahren und vier Monaten verurteilt. Im Jahr 2016 wurde er zwar abgeschoben, doch es blieben noch 273 Tage seiner Strafe offen. Nun wird der Litauer diese Zeit im Gefängnis absitzen. Zudem erstatten die Behörden Anzeige wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Freizügigkeitsgesetz.