Am Sonntagabend, gegen 21:15 Uhr, wurde ein aus Polen kommender Fernbus am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf von der Bundespolizei kontrolliert. Ein Reisender hielt einen finnischen Reisepass vor und gab sich als EU-Bürger aus. Doch die Beamten bemerkten schnell Unstimmigkeiten: Das Aussehen des Mannes passte nicht zum Lichtbild im Pass, und er konnte sein angebliches Geburtsdatum nicht fehlerfrei nennen. Trotz einer fahndungsmäßigen Überprüfung, die ohne Treffer verlief, wurde ein Strafverfahren wegen Ausweismissbrauchs, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts eingeleitet.

Bei der Vernehmung erklärte der Mann, auf dem Weg nach Frankreich gewesen zu sein, um dort Asyl zu beantragen. Er gab zu, den lettischen Reisepass in Riga von einer unbekannten Person für 500 Euro gekauft zu haben. Der Verkäufer hatte ihm versichert, mit diesem Dokument “easy” reisen zu können. Ein klarer Verstoß gegen die Gesetze – die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen!