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Leipzig will „Hauptstadt des fairen Handels“ werden – Stadt Leipzig

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und die neue Leiterin des Referats Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz, Simone Ariane Pflaum, stellten am Freitag gemeinsam mit Vertretern des Netzwerks „Leipzig Acts fair“ den Antrag vor.

„2015 wurde unsere Arbeit mit 12.500 Euro Preisgeld gewürdigt, 2019 waren es 20.000 Euro“, so Rosenthal. Es ist natürlich ein Ansporn, unter den Top 5 von hundert Bewerbern zu sein und damit ein ordentliches Preisgeld nach Leipzig zu bringen. „Das Preisgeld wird verwendet, um den Fairtrade-Gedanken weiter zu unterstützen.

Der neuen Ressortleiterin Simone Ariane Pflaum ist das Engagement der Leipzigerinnen und Leipziger für den fairen Handel nicht unbekannt: „Leipzig macht durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren auf sich aufmerksam. Das findet in Fachkreisen breite Anerkennung und möchte ich auf jeden Fall weitermachen. „
„In diesem Jahr reichen wir fünf Beiträge als Gemeinschaftsprojekte zwischen Leipzig und Markkleeberg ein“, erklärt Martin Finke von Eine Welt eV Leipzig, der die Koordination des Netzwerks „Leipziger Messe“ übernommen hat. Dazu gehört die Straßenbahn, die außen mit einem großen Aufkleber „Fairer Handel verbindet“ vorzugsweise ein Jahr lang auf der Linie 11 zwischen Leipzig, Markkleeberg und Schkeuditz unterwegs war. Ebenfalls in der Bewerbungsmappe ist das Fair Fashion Lab, eine Initiative von Einzelhändlern, Modedesignern, Verbänden und engagierten Menschen, die sich für nachhaltige Mode in Leipzig einsetzen. Die Initiative 2020 hat bereits mit großem Erfolg die zweite Ausgabe der „Fashion Revolution Night“ in der Moritzbastei organisiert – eine faire Modenschau und einen Wettbewerb zu nachhaltigem Schmuck. Außerdem fließt die Erneuerung der Netzwerk-Homepage www.leipzig-handel-fair.de mit einem fairen Einkaufsführer, einem bundesweiten Videoprojekt und einem thematischen Radtourenkino zwischen Leipzig und Markkleeberg in der Bewerbung.

Die aktuelle Antragstellung wurde durch die Corona-Pandemie erschwert. „In vielen Fällen konnten Aktionen, die in Anwesenheit geplant waren, nicht oder nur eingeschränkt oder online durchgeführt werden. Dies gilt gleichermaßen für alle Teilnehmer des Wettbewerbs, sodass Chancengleichheit gewährleistet ist“, erklärt Heiko Rosenthal, warum die Stadt geht weiterhin zuversichtlich in den Wettbewerb. Zudem konnte die Umstellung der Beschaffung kommunaler Ämter auf nachweislich faire Produkte vorangetrieben werden. Die gemeinsame Aktion von Stadtverwaltung, Leipzig-Gruppe, Stadtfußballverband Leipzig und Leipziger Vereinen zur Einführung von Fairtrade-Bällen in Leipziger Schulen und Jugendmannschaften wurde erfolgreich fortgesetzt.

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) veranstaltet seit 2003 alle zwei Jahre im Auftrag des BMZ den Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Im Jahr 2021 werden insgesamt 250.000 Euro Preisgeld vergeben. Die Gewinner werden im September bekannt gegeben.

zusätzliche Information

www.leipzig-handel-fair.de

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