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Leipzig stützt St. Georg: Stadt sichert Klinikum mit Millionenkredit ab

Die Stadt Leipzig plant, das städtische Klinikum St. Georg mit einem neuen Kredit zu stützen. Aufgrund eines erwarteten Fehlbetrags in Höhe von 37,67 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2023 soll die Stadt das Klinikum mit einer Kapitaleinlage unterstützen. Darüber hinaus wird die Gesellschafterkreditlinie der Stadt von 100 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro erhöht, um dem Klinikum mehr finanziellen Spielraum zu ermöglichen. Die Stadtversammlung wird voraussichtlich im April über diese finanzielle Unterstützung entscheiden.

Das Klinikum St. Georg ist seit der Corona-Epidemie, wie viele Kliniken in Deutschland, mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Fachkräftemangel, die gesetzlich geforderte verstärkte ambulante Behandlung und gestiegene Energiekosten belasten das Budget zusätzlich. Die Krankenhausreform der Bundesregierung, die eine flexible Finanzierung vorsieht, verzögert sich jedoch schon seit Jahren.

Das Klinikum beschäftigt 2700 Menschen und spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung der Stadt Leipzig und des angrenzenden nördlichen Landkreises. Als Ausbildungsstätte für medizinische Berufe sowie mit Fachbereichen wie Infektiologie und Schwerbrandverletztenzentrum ist es überregional unverzichtbar.

In der Tabelle unten sind die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengefasst:

Stadt Leipzig unterstützt Klinikum St. Georg
Betrag der Kapitaleinlage | Bis zu 40 Millionen Euro
Erhöhung der Gesellschafterkreditlinie | Von 100 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro
Rückzahlungsfrist | Verlängert bis zum 31.12.2029
Absicherung von Baukostenerhöhungen | Von 60 Millionen auf 69,7 Millionen Euro

Die Stadt Leipzig betont ihre Unterstützung für das Klinikum St. Georg, das seit mehr als 800 Jahren eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung der Stadt spielt. Die Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die eine solide Reform dringend erforderlich machen.



Quelle: www.leipzig.de

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