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Kranzniederlegung anlässlich des Gedenktages zum Beginn des Zweiten Weltkriegs – Stadt Leipzig

Die Stadt Leipzig und das Honorarkonsulat der Republik Polen laden zu einer Gedenkveranstaltung für die Leipziger polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs in den Ostfriedhof (Oststraße 119) am 1. Gedenkrede. Es folgen Ansprachen und Gebete von Friedrich Magirius, ehemaliger Stadtpräsident und Ehrenbürger der polnischen Partnerstadt Krakau, und Bernd Karwen, Programmbeauftragter des Polnischen Instituts Berlin, Außenstelle Leipzig. Die Gedenkveranstaltung endet mit der Kranzniederlegung und einer Schweigeminute.

Hintergrundinformation

Ein erstes Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs in Leipzig wurde 1977 auf dem Ostfriedhof errichtet. Im Oktober 1995 gab es eine Initiative des damaligen polnischen Generalkonsulats und der Stadt Leipzig, ein neues Denkmal zu errichten, das nicht mehr direkt auf den Gräbern der Opfer stehen sollte. Am 8. Mai 2005 wurde der erste Bauabschnitt für die neue Gedenkstätte übergeben, 2007 wurde die alte Gedenkstätte abgebaut und das Grabfeld wiederhergestellt. Anlässlich des 64. Jahrestages des Kriegsendes wurde die Gedenkstätte 2009 mit der Anbringung von 14 Bronzetafeln mit den Namen und Daten von 478 Leipziger polnischen Opfern des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt.

Die Namen und Lebensdaten von 461 polnischen Opfern, die zwischen März 1940 und 31. Dezember 1945 infolge des Krieges und seiner Folgen umgekommen sind, sind bekannt, 17 weitere sind als Unbekannte registriert. Es gibt 311 Männer, 96 Frauen und 71 Kinder, darunter 12 polnisch-jüdische Frauen und Männer, sechs jüdische polnische Kinder und ein Mitglied der Sinti- und Roma-Gruppe. Darunter waren 338 Zwangsarbeiter bzw. deren Kinder, 78 KZ-Häftlinge und fünf Kinder weiblicher KZ-Häftlinge, 32 Häftlinge von Polizei und Gestapo sowie acht polnische Kriegsgefangene. Sie starben an Erschöpfung, Hunger oder Krankheit, an Misshandlungen der Wachen oder an den alliierten Luftangriffen auf die Fabriken, in denen sie zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.

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