Drohnen helfen künftig bei der Vermessung Leipzig – Stadt Leipzig

Knapp 6.000 Euro kostet die Drohne inklusive Zubehör, dazu kommt diverse Fachsoftware zur Auswertung der Sensordaten. Der Quadrocopter ist mit einem Chip (CMOS-Sensor) ausgestattet, der hochauflösende dreidimensionale Messdaten liefert, aus denen komplette Grundrisse und Ansichten abgeleitet werden können. Die Drohnen lassen sich sehr präzise steuern und Daten aus der Luft schnell und aus verschiedenen Blickwinkeln erfassen.

Die Persönlichkeitsrechte der Bürger sind geschützt

15 Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden im Frühjahr 2021 für den „Drohnenführerschein“ – den EU-Fernpilotenschein A2 – ausgebildet, darunter vier Mitarbeiter des Amtes für Geoinformation und Landmanagement. Diese Ausbildung sichert den Betrieb. Ein Drohnenflug dauert je nach Akkuleistung und Modell durchschnittlich 20 Minuten. Alle Flugzeuge sind gekennzeichnet und die Überflüge müssen der Straßenverkehrsbehörde vorab gemeldet werden. Trotz der teilweise geringen Flughöhe bleiben die Persönlichkeitsrechte der Leipziger bei den Einsätzen gewahrt.

Künftig sollen die Drohnen dem Büro bei Messungen und Luftaufnahmen in schwer zugänglichen Bereichen oder in unübersichtlichem Gelände helfen. Neben der verwaltungsinternen Nutzung dieser Messdaten stellt das Amt für Geoinformation und Landesmanagement einen Teil seiner Daten auch online zur Verfügung: Ein dreidimensionales Leipziger Modell ist seit Frühjahr unter www.leipzig.de/3d-stadtmodell verfügbar . Es simuliert die Erdoberfläche über dem Stadtgebiet und repräsentiert die rund 154.000 Gebäude in Leipzig. Grundlage dafür sind amtliche geographische Basisdaten, einschließlich spezieller Luftbilder. Die Drohnenaufnahmen könnten diese Messdaten perspektivisch ergänzen, da Veränderungen im Stadtbild schneller erfasst werden können.

Drohne wird auch in städtischen Wäldern eingesetzt

Andere kommunale Ämter setzen derzeit Drohnentechnik ein oder haben bereits erste Erfahrungen damit gesammelt: Das Amt für Gebäudemanagement sieht die Vorteile unter anderem in der Dokumentation von Baustellen und Baubegehungen. Auch im Flugzeug könnten Wärmebildkameras zum Einsatz kommen, wodurch teure Gerüste entfallen – etwa wenn Schuldächer auf Beschädigungen untersucht werden. Das Amt für Stadtgrün und Stadtwasser setzt im Leipziger Stadtwald seit langem eine Drohne zur Überwachung von Schadereignissen wie Windwurf oder Schädlingsbefall ein. Darüber hinaus wird mit der Technologie beispielsweise beobachtet und dokumentiert, wie sich Aufforstungsflächen entwickeln.

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