Der Abwärtstrend der biologischen Vielfalt ist reversibel – Stadt Leipzig

Dieses Rezept wurde von Forschern des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) anhand von Modellen berechnet.

Die Artenvielfalt nimmt ab

Die Artenvielfalt, dh die Vielfalt und Anzahl der Individuen der Arten sowie die Größe und Qualität der Ökosysteme, in denen sie beheimatet sind, nimmt seit vielen Jahren alarmierend ab. Der Grund dafür ist die menschliche Lebensweise. Während in vielen verschiedenen politischen Prozessen ehrgeizige Schutzziele vorgeschlagen wurden, erschweren praktische Aspekte wie die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung die Erreichung dieser Ziele, da Naturschutz und Lebensmittelproduktion um dasselbe Land konkurrieren. Zum ersten Mal untersucht die neue Studie so ehrgeizige politische Ziele wie die Umkehrung globaler Biodiversitätstrends und zeigt, wie zukünftige Wege zur Erreichung dieses Ziels aussehen könnten. „Wir wollten eine fundierte Einschätzung darüber abgeben, ob es möglich ist, die Abwärtskurve der globalen Biodiversität, die hauptsächlich auf die Landnutzung zurückzuführen ist, umzukehren, ohne andere Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu gefährden“, erklärt David Leclère, Erstautor der Studie und IIASA-Forscher . „Und sollte sich dies als möglich erweisen, wollten wir auch herausfinden, wie wir dorthin gelangen können, genauer, welche Art von Landnutzungsmaßnahmen erforderlich wären und welche Kombinationen verschiedener Arten von Maßnahmen am wenigsten kompromittierend und am synergistischsten wären . „“

Neue Aktion für die Welt

Den Forschern zufolge sind Maßnahmen in zwei Schlüsselbereichen erforderlich:

  1. Ehrgeizige Bemühungen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen mit einem viel effektiveren Management: Die Studie geht davon aus, dass Schutzgebiete schnell auf 40% der weltweiten Landfläche ausgedehnt werden. Dies sollte einhergehen mit einer verstärkten Wiederherstellung degradierter Gebiete (die in den Studienszenarien bis 2050 etwa 8% der terrestrischen Gebiete erreichen werden) und einer Flächennutzungsplanung, die Produktions- und Schutzziele für alle Anbauflächen in Einklang bringt. Ohne solche Bemühungen könnte der Rückgang der biologischen Vielfalt nur verlangsamt und nicht gestoppt werden. Eine mögliche Erholung wäre nur sehr langsam möglich.
  2. Grundlegende Umgestaltung des Lebensmittelsystems: Da mutige Schritte zur Erhaltung und Wiederherstellung allein wahrscheinlich nicht ausreichen, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um dem globalen Druck des Lebensmittelsystems auf die biologische Vielfalt zu begegnen. Die Forscher listen die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, eine umweltfreundlichere Ernährung, eine nachhaltige Intensivierung der Produktion und einen nachhaltigen Handel auf. In beiden Bereichen müssten jedoch gleichzeitig integrierte Maßnahmen ergriffen werden, um die Kurve des Verlusts der biologischen Vielfalt bis 2050 oder früher nach oben zu biegen.

Strategieplan der Vereinten Nationen

Da das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt (CBD) derzeit einen neuen Strategieplan für die biologische Vielfalt bis 2030 entwickelt, sind die Ergebnisse der Studie für die laufenden Verhandlungen im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt unmittelbar relevant. „Unsere Ergebnisse sind eine sehr positive Botschaft für Regierungen, die derzeit über die neuen Ziele für die biologische Vielfalt diskutieren“, sagt Meyer. „Es ist jedoch auch klar, dass es unmöglich sein wird, die biologische Vielfalt durch traditionelle Naturschutzinstrumente wie den Schutz und die Renaturierung von Ökosystemen zu erhalten. Vielmehr werden auch auf der Verbraucher- und Erzeugerseite des Lebensmittel- und Bioenergiesektors umfangreiche Maßnahmen erforderlich sein – insbesondere in Regionen mit besonders hoher Artenvielfalt. „

Mehr Informationen: www.idiv.de

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