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City testet experimentell die Tragfähigkeit der Klingerbrücke – Stadt Leipzig

Der Dauertest führt die Gesellschaft für Materialforschung und -prüfungsanstalt für Bauwesen Leipzig mbH (MFPA) durch, soll es helfen, den baulichen Zustand der Brücke zu beurteilen. Eine Sanierung des über 90 Jahre alten Bauwerks ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Ziel der Prüfung ist jedoch die Sicherstellung der Tragfähigkeit bis zum Ersatz eines Neubaus. Ein weiterer Grund ist, dass die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) künftig breitere Niederflurstraßenbahnen vor Ort einsetzen möchten.

Hintergrund der Prüfung

Die 1928 erbaute Brücke wurde zuletzt 1994 in Teilen saniert. Neben dem Alter des Betons wirken sich Korrosion in der Bewehrung, Hohlräume und Abplatzungen auf das Bauwerk aus. Zudem dringt Feuchtigkeit im Bereich der Stützen und in den Brückenüberbau ein. Die ersten theoretischen Berechnungen der Statik auf Basis der Bestandsaufzeichnungen und des Schadensbildes hatten daher gezeigt, dass an der Klingerbrücke die für eine veränderte Verkehrssituation notwendigen Tragreserven nicht vorhanden sind. Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, sagt: „Wir vermuten jedoch, dass praktisch höhere Tragfähigkeiten möglich sind und die vollen Reserven des Baukörpers ausgeschöpft werden können. Deshalb haben wir uns für den Versuchsversuch entschieden.“

Dazu fährt ein spezielles MFPA-Brückenladefahrzeug die Brücke. Mit unterschiedlichen Lastgrößen und Lastpositionen wird das Bauwerk belastet und sofort getestet, wie die Brücke darauf reagiert. Die Lasterhöhungen sind frei wählbar, sodass die vorhandene Tragfähigkeit genau ermittelt werden kann.

Klingerbrücke als Verbindung zwischen Mitte-West und Lindenau

Die Klingerbrücke überspannt das Elsterflutbett und verbindet die Mitte-West mit den Ortsteilen Lindenau und Schleußig. Architekt Georg Wünschmann (1868 – 1937) entwarf die dreifeldrige Brücke als Stahlbetonbauwerk mit gebogenen Längs- und Querträgern. Wegen seiner charakteristischen Ansicht von granitverkleideten Widerlagern und Pfeilern, der massiven Brüstung und den turmartigen Anbauten mit vergitterten Gaslaternen steht es unter Denkmalschutz.

Tests und Suspendierung bis 14. August 2021

Die Tests und die Teilsperrung der Brücke sollen am Samstag, 14. August, abgeschlossen sein. Die Verkehrs- und Tiefbauabteilung erwartet bereits erste Ergebnisse des Belastungstests in der Testphase. Nach etwa einem Monat sollten die umfangreichen Messergebnisse als Ganzes ausgewertet werden.

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