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Cheaptickets – Betrug, Unterschlagung, Lügen

Vorsicht ist geboten bei dem Reiseanbieter Cheaptickets. Nicht nur erreichten uns viele Meldungen über im Stich gelassene Reisende sowie Notfälle, Schicksalsschläge und Verzweiflung im fremden Land, als auch wurde einer unserer Redakteure, in einem fremden Land auf der anderen Seite der Erde vom Reiseanbieter nicht nur im Stich gelassen, sondern auch nachweislich von Cheaptickets des Geldes für die besagte Reise betrogen.

Viele kennen die normale Prozedur eines stornierten Fluges: Der Reiseanbieter stellt einen Ersatzflug bereit und kümmert sich darum, dass sowohl Fluggesellschaft, Flughafen und Mitarbeiter dafür Sorge tragen, dass Ihre bezahlte Reise erfolgreich verläuft. Zur Not werden die Kosten für stornierte Flüge erstattet, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, damit man sich selbst eine andere Lösung suchen und diese auch bezahlen kann.

Ab und zu dauert solch ein Vorgang lange. Oft sitzt man mehrere Stunden lang am Flughafen fest, selten dauert es tagelang. Der Reiseanbieter Cheaptickets ist hierbei ausserordentlich auffällig mit mittlerweile über 2 Jahren Wartezeit und es ist kein Ende in Sicht. Wie kann sowas passieren? Wie kann das bei so vielen Personen passieren?

Bei Cheaptickets, ist man nicht der Ansicht, dass der Reisende in irgendeiner Weise unterstützt werden sollte, wenn ein Flug storniert werden muss. Man hat das Geld schließlich bereits erhalten und es zurückzugeben wäre schlecht für das Geschäft, selbst wenn man eine Reiseversicherung abgeschlossen hat.

Unser Redakteur saß mitten in Süd-Ost-Asien fest. Der Heimflug wurde storniert und er fragte anfangs stündlich, später täglich und mittlerweile wöchentlich nach. Die Kosten stiegen unaufhörlich. Hotel, Verpflegung, Gesundheitsfürsorge, Taxis, usw. lassen die Kosten explodieren. Doch Cheaptickets stellt sich tot. Kein neuer Rückflug, keine Hilfestellung, keine Kostenerstattung. Von diesem Reiseanbieter kommt keinerlei Hilfe. Im Gegenteil:

Die Reaktion & die Lügen von Cheaptickets

Als wir Cheaptickets damit konfrontieren, erwidert man uns erfundene Geschichten über die Zuständigkeiten und wer dafür haften sollte. Original-Zitat vom Cheaptickets-Support:

„Wir können das Geld nicht erstatten, denn wir haben das Geld bereits der Fluggesellschaft gezahlt. Bitte wenden Sie sich an Ihre für den Flug zuständige Fluggesellschaft.“

Doch die Realität sieht anders aus. Wir fragen bei mehreren Fluggesellschaften und Reisebüros nach und die Antwort ist jedes Mal gleich: „Die Fluggesellschaften erhalten das Geld erst nachdem das Flugzeug des jeweils einzelnen Fluges gestartet ist.“ Demnach wurden die Kosten eines stornierten Fluges nicht an die Fluggesellschaft gezahlt und der Reiseanbieter Cheaptickets versucht nun, sich mit diesen Ausreden das Geld des Reisenden anzueignen.

Des Weiteren gilt zu erwähnen, dass wir eine Ausrede wie diese, bisher noch nie gehört haben. „Wir können nicht zahlen, weil wir das Geld schon jemand anderen gegeben haben.“ Unabhängig ob es gelogen ist oder nicht, stellt das ebenfalls keine valide Erklärung dar, so kann man schließlich nicht in einem Shop einen Schrank bestellen und diesen nach Lieferung nicht bezahlen mit der Begründung, dass man das Geld schon dem Nachbarn gegeben hätte und es nun weg ist.

Weiterhin gilt zu erwähnen, dass dieser Satz uns nicht nur einmal, sondern mehr als 10 mal gesagt wurde im gleichen Wortlaut. Es scheint also bei Cheaptickets die Norm zu sein, dass man seine Kunden betrügt, im Stich lässt, das Geld behält und es dann auf Andere schiebt.

Fluggesellschaften bestätigen den Betrug von Cheaptickets

Die Fluggesellschaften (Im Fall unseres Redakteurs war es die Gesellschaft Aeroflot) bestätigten uns, dass sie die Gelder für die Flüge nicht erhalten haben und daher nichts unternehmen können. Als wir Cheaptickets damit konfrontieren, wird jegliche Kommunikation abgebrochen. Unsere Briefe, Emails und Anrufe werden ignoriert.

Bei unserem Redakteur war insgesamt ein Betrag von € 1185 offen. Mit den steigenden Unkosten der Reise und den Umständen aus der Folge der mangelnden Hilfeleistung des in der Pflicht stehenden Reiseanbieters, belaufen sich die endgültigen Kosten auf über € 9000.

Da wir die identische Situation bereits von etlichen Personen geschildert bekommen haben, muss davon ausgegangen werden, dass es die reguläre Geschäftspraktik vom Reiseanbieter Cheaptickets ist, aus stornierten Flügen und gestrandeten Reisenden Kapital zu schlagen, Anderen die Schuld zu geben und sich dann tot zu stellen.

Der Betrugsnachweis

Cheaptickets ist damit wohl eindeutig des Betruges gemäß § 263 Betrug StGB nachgegangen:

  • Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
  • Der Versuch ist strafbar.
  • In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
  1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
  2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
  3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt, …

Dieses Vorgehen steht also nicht nur zivilrechtlich zur Debatte, sondern sehr wohl auch strafrechtlich und daher ist Cheaptickets in unseren Augen mehr als nur ein kriminelles Unternehmen. Denn wenn ein Unternehmen sich daran bereichert, dass die ihm vertrauenden Kunden in Not geraten und selbige dann nicht nur im Stich gelassen werden, sondern dazu noch betrogen werden, stellt alles Andere in den Schatten.

Was ein Anwalt dazu sagt

Auf Nachfrage bei unserem Anwalt bestätigt er uns, dass nicht die Fluggesellschaft haftet, sondern der Reiseanbieter, bei dem die Tickets gebucht worden sind. Cheaptickets ist der Ansprechpartner, Verantwortliche und hat für den Schaden aufzukommen.

Sollten Sie ebenfalls geschädigt worden sein, erstatten Sie unbedingt Strafanzeige. Sollten Sie noch vor Ihrer Reiseplanung stehen, meiden Sie diesen Anbieter, da er Sie offensichtlich bereits beim kleinsten Problem beklaut, im Stich lässt und anlügt.

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