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5608 Neuinfektionen in Deutschland am Montag, 1. Februar 2021

Die deutschen Gesundheitsbehörden meldeten innerhalb eines Tages 5608 neue Koronainfektionen an das Robert Koch-Institut (RKI). Darüber hinaus wurden nach Angaben des RKI am Montag innerhalb von 24 Stunden 175 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte der RKI innerhalb von 24 Stunden 6729 neue Infektionen und 217 neue Todesfälle registriert.

Die Anzahl der registrierten Fälle ist in der Regel montags geringer, auch weil am Wochenende weniger Tests durchgeführt werden. Außerdem wurden laut RKI keine Daten aus Sachsen-Anhalt übermittelt.

Die siebentägige Inzidenz beträgt 91

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen wurde am 14. Januar erreicht. Bei Neuinfektionen, die innerhalb von 24 Stunden registriert wurden, wurde am 18. Dezember mit 33.777 der höchste Wert gemeldet – dieser enthielt jedoch 3500 verspätete Meldungen.

Laut RKI betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen gemeldet wurden (Inzidenz von sieben Tagen), am Montagmorgen 91. Der höchste Stand wurde am 22. Dezember mit 197,6 erreicht.

Der letzte R-Wert in Deutschland betrug 0,91

Seit Beginn der Pandemie hat das RKI in Deutschland 2.221.971 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt (Stand 1. Februar, 12 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl ist wahrscheinlich signifikant höher, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die mit oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben, stieg auf 57.120.

Laut dem RKI-Lagebericht am Sonntagabend betrug der landesweite 7-Tage-R-Wert 0,91 (Vortag 0,92). Dies bedeutet, dass 100 infizierte Menschen 91 weitere Menschen infizieren. Der Wert gibt das Auftreten der Infektion vor acht bis 16 Tagen an. Wenn es für längere Zeit unter eins liegt, lässt der Infektionsprozess nach.

Bei der Bewertung der Maßnahmen sind auch die Kapazitäten von Intensivbetten, Ausrüstung und Personal wichtig. Der Deutsche Interdisziplinäre Verband für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hat zuletzt 4.348 Koronapatienten registriert, die in 1280 Krankenhäusern in Deutschland auf der Intensivstation behandelt werden müssen. 54 Prozent der Corona-Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. Darüber hinaus verzeichnete die Divi 21.975 besetzte Intensivbetten. 4821 Betten sind noch verfügbar.

Dies muss bei der Beurteilung der Infektionssituation berücksichtigt werden

Am 11. November änderte das RKI seine Empfehlungen für die Testkriterien. Dies bedeutet, dass nur Personen mit schweren, korona-typischen Symptomen und Kontaktpersonen von Covid 19-Patienten getestet werden sollten. Dies könnte die Anzahl der nicht gemeldeten Coronaviren erhöhen, da infizierte Personen mit leichten Symptomen nicht mehr registriert werden.

Mit der neuen Teststrategie steigt die Anzahl der durchgeführten Tests wieder an. Während in der ersten Dezemberwoche rund 1,3 Millionen Tests durchgeführt wurden, gab es in der zweiten Dezemberwoche rund 1,5 Millionen Tests.

Die positive Rate spielt auch eine Rolle bei der Beurteilung der Infektionsrate in Deutschland. Diese Kennzahl gibt an, wie viele der durchgeführten Koronatests tatsächlich positiv sind. Wenn die positive Rate steigt, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Infektionsrate steigen könnte.

Jeden Mittwoch veröffentlicht der RKI die neu berechnete positive Rate in seinem Lagebericht. Die Rate ist seit Anfang September gestiegen: Während 0,86 Prozent der Tests in der 37. Kalenderwoche (7. bis 13. September) positiv waren, waren es Mitte November rund 9 Prozent. In der 50. Kalenderwoche (7. bis 13. Dezember) waren es rund 11,5 Prozent.

Ein positiver Koronatest sagt nichts über Infektiosität aus

Wenn ein Koronatest positiv ausfällt, bedeutet dies, dass die getesteten mit Sars-CoV-2 infiziert wurden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie auch infektiös sind und andere infizieren können. Das Infektionsrisiko hängt von der Virusmenge ab.

Die Viruskonzentration beschreibt den sogenannten Ct-Wert. Je höher diese Zahl ist, desto niedriger ist die Viruskonzentration und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass der Infizierte andere Menschen infizieren kann. Der RKI weist darauf hin, dass der Ct-Wert je nach Probenahme- und Testmethode variieren kann.

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